„Franziskus, der Kommunist“: US-Waffenlobby attackiert Papst wegen Kriegs-Schelte

US-Senator Marco Rubio kritisiert die jüngsten Aussagen des Papstes zur Verflechtung von Regierungen mit der Rüstungsindustrie. Rubio selbst braucht Spendengelder von der US-Waffenlobby, weil er im kommenden Jahr bei der US-Präsidentschaftswahl kandidieren möchte.

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Die Aussagen des Papstes Franziskus, wonach viele Regierungen vom Krieg leben und daran Geld verdienen würden, zieht Kritik vonseiten der US-Waffenlobby nach sich. US-Senator Marco Rubio sagt, dass er den politischen Kurs des Papstes nicht teile. Dabei gehe es unter anderem um den Kuba-freundlichen Kurs des Vatikans, berichtet die Time. Rubio, der aus einer Familie von Exil-Kubanern stammt, unterstützt eine aggressive außenpolitischen Linie der USA unter Einbeziehung militärischer Kampagnen.

Zudem ist er ein entschiedener Gegner eines strikteren US-Waffenrechts. Im vergangenen Jahr nahm er am Jahrestreffen der Waffenlobby-Organisation National Rifle Association (NRA) in Indianapolis teil, berichtet AP. Bei einer Rede machte er deutlich, dass er ein Unterstützer der NRA sei. Rubio erhofft sich möglichst hohe Spendensummen von der Waffen-Lobby, weil er bei der Präsidentschaftswahl 2016 für die US-Republikaner kandidieren will.

Papst Franziskus hatte schon in der Vergangenheit wegen sozialkritischer Aussagen für Aufruhr in den USA gesorgt. Seine Ablehnung der Globalisierung und des Kapitalismus führten dazu, dass er unter US-Konservativen als „Marxist“ oder „Kommunist“ gebrandmarkt wird, berichtet Fox News.

Doch die Antwort des Papstes auf derartige Anschuldigungen ist eindeutig. „Der Einsatz für die Armen in dieser Welt hat nichts mit dem Kommunismus zu tun, sondern ist ein Eckpfeiler des Christentums“, so der Papst.

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