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Drohung des Bargeld-Verbots: Eine Warnung an die Sparer

Die Diskussion um die Abschaffung von Bargeld soll die Sparer zwingen, ihr Geld in den Konsum zu stecken. Die Forderung belegt, dass die bisherige Politik des Gelddruckens durch die Zentralbanken grandios gescheitert ist. Anleger dürften gewarnt sein und sich nach Alternativen umsehen: Offenbar brodelt es gewaltig hinter den Kulissen des künstlichen Geld-Systems.

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Die Rufe nach der Abschaffung des Bargelds hallen plötzlich auch durch den deutschen Blätterwald: Im Spiegel fordert der „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger die Zwangs-Maßnahme. Im Handelsblatt wärmt der Ökonon Kenneth Rogoff die von ihm schon seit längerem vertretene These aus und reichert sie mit der Idee von William Buiter an, nur noch kleine Geldscheine auszugeben. Die dpa berichtet groß über die angeblich spektakuläre Entwicklung und versieht ihren Bericht mit dem dramatischen Titel „Top-Ökonomen für Abschaffung des Bargelds“. Mit der dpa wird die Idee auch in viele Zeitungen eingespeist, die sich mit diesem Thema bisher nicht beschäftigt haben oder aber die Idee als „Spinnerei“ abgetan haben.

Tatsächlich dient die Kundmachung der Idee für das allgemeine Publikum in Deutschland vor allem einem Zweck: Die Sparer sollen ausbügeln, was die Zentralbanken verbockt haben. Diese haben nämlich wie verrückt Geld gedruckt – doch das Geld kommt nicht in der realen Welt an. Die seit einiger und wohl auch noch für längere Zeit geltenden Negativ-Zinsen können nämlich nur durchgesetzt werden, wenn die Flucht ins Bargeld verhindert wird. Aus der Schweiz wurde kürzlich bekannt, dass die Pensionsfonds wegen der Strafzinsen offenbar dazu übergehen, ihr Geld bar abzuheben und in Tresoren aufzubewahren.

Die Drohung der Abschaffung des Bargelds verfolgt unterschiedliche Ziele: Kreditkarten sind ein hervorragendes Geschäft für die Banken. Es fallen Zinsen an und die Hoffnung steigt, dass die Kunden den Überblick verlieren und zuviel ausgeben, womit Überziehungszinsen erhoben werden können – ein bekanntermaßen lukratives Geschäft.

Der wichtigste Grund besteht jedoch darin, dass man die Sparer aus dem Sicherheitsdenken treiben will: Mit der Kredit- oder Bankomatkarte gehen die Leute in der Regel sorgloser um als mit dem Bargeld. Bargeld abzuheben ist mühsam, man muss mit der Hand nachzählen und man bekommt Mitte des Monats ein mulmiges Gefühl, wenn der Stapel mit den Scheinen immer kleiner wird. Das weltweite Schulden-Kasino braucht aber Billionen – nicht an künstlichem Geld, das auf der Soll- und Haben-Seite immer in einem virtuellen Bereich verbleibt, sondern real erwirtschaftetes Geld, mit dem real erzeugte Produkte gekauft werden. Die Drohung mit dem Bargeld-Verbot ist auch eine Versprechung: Die Versprechung des Kredits auf Lebenszeit, der den Leuten erscheint wie „geschenktes Geld“ oder eine Wette auf die Zukunft.

Die von den „Top-Ökonomen“ angeführten Gründe wie Schwarzarbeit oder Geldwäsche sind vorgeschoben: Denn im realen Wirtschaftsleben spielt das Bargeld kaum noch eine Rolle. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat ermittelt, dass in Europa nur noch neun Prozent der Wirtschaftsleistung in Scheinen und Münzen erbracht werden. In Skandinavien, wo das Bargeld de facto schon vor Jahren aus dem Geschäftsleben verschwunden ist, sind es gar nur noch drei Prozent. Außerdem ist ein Bargeld-Verbot praktisch nicht durchzusetzen, wie neulich ein Ökonom der UBS erklärt hat.

Für die Schulden-Staaten hat die Drohung mit der Bargeldabschaffung einen angenehmen Nebeneffekt: In Zeiten, in denen die Staaten wegen der gigantischen Steuerverschwendungen immer weniger Rechenschaft über den Verbleib der Steuergelder ablegen, wollen sie den „gläsernen Steuerbürger“. Die österreichische Zeitung Die Presse hat in einem Kommentar treffend gefordert, es müsse eigentlich den „gläsernen Staat“ geben. Doch Beispiele wie Griechenland zeigen, dass die Entwicklung in die andere Richtung laufen: Weil die Staaten immer mehr Geld brauchen, wollen sie Einblick auf jede Transaktion haben. Die Bürger werden in die Defensive gedrängt, weil sie sich rechtfertigen müssen.

Es ist daher nur logisch, dass die Zentralbanken alles versuchen, um die Sparguthaben „flüssig“ zu machen. Bei einer Tagung werden sich in einigen Wochen die Zentralbanken explizit mit dem Thema beschäftigen. Der Wirtschaftsweise Bofinger hält das Thema für wichtig genug, um zu fordern, die Staatschefs sollten beim G-20 das Bargeld-Verbot auf die Tagesordnung setzen.

Die Drohkulisse, die mit der plötzlich auch nach Deutschland geschwappten Diskussion verbunden ist, könnte jedoch auch einen ganz anderen Hintergrund haben: Offenbar brodelt es hinter dieser Kulisse des künstlichen Geldsystems gewaltig. Große institutionelle Anleger können nicht untätig bleiben: Sie verwalten die Pensionen von Millionen Rentnern. Sie können sich keine Negativ-Zinsen leisten, weil sie wegen der Überalterung immer mehr Geld ausschütten müssen. Sie können sich erst recht keinen Totalverlust im Crash-Fall leisten, weil dieser wegen der Wut der Rentner die Regierungen enorm unter Druck setzen würde.

Die Diskussion signalisiert also einen Vertrauensverlust in das System des ungedeckten Geldes. Professionelle Anleger werden sich also umgehend nach Ausweichmöglichkeiten umsehen, um ihre Risiken zu begrenzen: Diversifikation in den Bereichen Devisen, Rohstoffe und Edelmetalle könnten die Folge sein. Staatsanleihen scheiden aus, weil sie aktuell auch zu niedrig oder gar negativ verzinsen. Immobilien sind vielleicht noch da und dort Übergangslösungen – doch die Preise sind zumindest in Europa schon fast flächendeckend überhöht. So muss man, wie neulich auf einem Immobilienportal gesehen, für eine Almhütte im schönen, aber bankrotten Kärnten 300.000 Euro berappen. Vor 20 Jahren kosteten vergleichbare Objekte 80.000 österreichische Schillinge. Das Platzen dieser Blase ist nur eine Frage der Zeit und des Ortes.

Private Anleger sollten sich vom anschwellenden Angst-Gefühl nicht anstecken lassen, sondern mit kühlem Kopf kalkulieren, wo tatsächliche Werte sind. Auf die möglicherweise bald einsetzenden politischen Beschwichigungs-Versuche sollte man nicht allzu viel geben. Es ist nicht allzu lange her, da war zu hören dass die Rente sicher sei und eine Pkw-Maut niemals kommen werde.

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Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Der bayrische Ministerpräsident hält die Sicherheitslage nach den Anschlägen in Bayern für ernst und bedrohlich. Er rief die Bürger zur Wachsamkeit auf. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte dagegen, dass von den Flüchtlingen keine besonders hohe Gefahr ausgehe.
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sieht die Lage ernst und bedrohlich. (Foto: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Nach dem zweiten Anschlag in Deutschland binnen einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Sicherheitslage als „ernst und bedrohlich“ beschrieben. Seehofer riet den Bundesbürgern im Münchner Merkur zu Wachsamkeit. Es helfe nicht, an der Realität vorbeizudiskutieren. „Bei uns leben viele Flüchtlinge, die ein schweres Schicksal haben und denen wir helfen sollten. Aber unter ihnen gibt es leider Menschen mit einem erschreckenden Gewaltpotenzial.“

Am Montag vergangener Woche hatte ein junger Flüchtling unter anderem in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen. Sonntagabend zündete dann ein syrischer Flüchtling bei einem Musikfestival im mittelfränkischen Ansbach einen Sprengsatz und tötete sich damit selbst. 15 Menschen wurden verletzt.

Als Reaktion auf die beiden Attacken und auf den Amoklauf von München kündigte Seehofer einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an. „Die Aufstockung wird signifikant sein“, sagte er der Zeitung weiter. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass „alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wird“.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach den Gewalttaten von Würzburg und Ansbach erneut vor einer Vorverurteilung muslimischer Flüchtlinge gewarnt. „Wir wissen, dass Flüchtlinge weder Heilige noch Sünder sind“, sagte der Minister am Montagabend im ZDF. Man könne aber nicht sagen, dass von ihnen eine besondere hohe Gefahr ausgehe. Er empfehle den Bürgern deshalb, Flüchtlingen freundlich, aufgeschlossen, nicht misstrauend, aber auch nicht naiv gegenüberzutreten. Es gebe zwar Verunsicherung bei den Deutschen. Aber: „Ich kann nicht erkennen, dass unsere deutsche Bevölkerung voller Angst ist“, sagte der CDU-Politiker.

Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Die türkische Regierung hat Russland gewarnt, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch gegen die dortige Regierung unternehmen könnte. Kirgisien ist für Russland strategisch wichtig. Die aktuelle Regierung kooperiert mit der Regierung in Russland.
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Der türkische Staatschef Erdogan warnt seinen Amtskollegen Putin vor einem Putsch-Versuch. Nun verbinden sie auch noch die Attentäter von Istanbul. (Foto: dpa)

Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. (Foto: dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montagabend gesagt, dass die Organisation des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putsch-Versuch unternehmen könnte, berichtet Haberler. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew ist ein Kreml-naher und gleichzeitig Erdogan-naher Politiker, der bei der Aussöhnung zwischen Putin und Erdogan die Schlüsselrolle gespielt hat.

In Kirgisien gab es im Zuge der „Farbrevolutionen“ einen Umsturzversuch der Regierung. Wie bei allen anderen „Farbrevolutionen“, erhielten die Anhänger der „Tulpen-Revolution“ in Kirgisien Unterstützung aus den USA. Als Geldgeber fungierten US-Stiftungen und der US-Milliardär George Soros. Der Spiegel hatte bereits im Jahr 2005 von einer regelrechten weltweiten „Revolutions-GmbH“ berichtet.

Der pensionierte US-Oberst Robert Helvey und Mitarbeiter der Defense Intelligence Agency (DIA) und weitere ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter agieren als „Trainer“ von Demonstranten und Aktivisten, berichtet George N. Katsiaficas in seinem Buch „Asia’s Unknown Uprisings“.

Stratfor berichtete im Jahr 2010, dass die versuchte Revolution in Kirgisien ganz offen von westlichen Nichtregierungsorganisationen organisiert und unterstützt wurde, um die pro-russischen Eliten abzusetzen. Doch die sind aktuell erneut an der Macht und auch die Ambitionen der USA und der NATO, die Regierung in Bischkek zu stürzen und sie durch pro-westliche Eliten zu ersetzen, dauern an.

Kirgisien hat Grenzen mit Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Es gibt einen direkten Weg von Kirgisien in die chinesische Region Sincan (Xinjang), wo die uigurische Minderheit lebt. Dort ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Uiguren und Sicherheitskräften gekommen. Sincan wurde im Jahr 1948 von China besetzt. Es ist neben Tibet eines der größten Unruheregionen.

Von Kirgisien aus, würden sich in ganz Zentralasien humanitäre oder militärische Operationen durchführen lassen. In dem Land befindet sich ein aktiver russischer Luftwaffenstützpunkt und ein offiziell inaktiver US-amerikanischer Luftwaffenstützpunkt, der beim Afghanistan-Einsatz genutzt wurde.

Eine Geisel bei Überfall auf Kirche in Frankreich getötet
Eine Geisel bei Überfall auf Kirche in Frankreich getötet
Bei einer Geiselnahme in einer Kirche in Nordfrankreich ist eine Geisel offenbar getötet worden. Zu den Hintergründen der Tat herrscht derzeit Unklarheit.
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Frankreichs Präsident Hollande mit Anti-Terror-einheiten. (Foto: dpa)

Frankreichs Präsident Hollande mit Anti-Terror-einheiten. (Foto: dpa)

Bei einer Geiselnahme in einer Kirche in Nordfrankreich ist Polizeiangaben zufolge ein Priester getötet worden. Die Polizei hatte die Geiselnahme am Dienstag beendet und die beiden Täter „neutralisiert“. Zunächst war unklar, ob sie getötet wurden.  Mehrere Medien berichteten, sie seien niedergeschossen worden, berichtet die dpa.

Zwei mit Messern bewaffnete Männer hatten in Saint-Etienne-du-Rouvray in der Normandie vier bis sechs Menschen in ihre Gewalt gebracht. Medienberichten zufolge waren ein Priester, Nonnen und Kirchgänger darunter.

Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Donald Trump hat Hillary Clinton erstmals bei einer Umfrage überholt. Interessant: Die Umfrage wurde von CNN durchgeführt, einem eher dem Lager der Demokraten zuzurechnenden TV-Sender.
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Donald Trump überholt Hillary Clinton erstmals in einer Umfrage. (Foto: dpa)

Donald Trump. (Foto: dpa)

Nach dem Nominierungs-Parteitag der Republikaner hat deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht. Trump lag in einer Befragung für CNN vom Montag bei 48 Prozent Wählerzustimmung, die demokratische Anwärterin Hillary Clinton bei 45 Prozent. Damit legte Trump sechs Prozentpunkte hinzu.

Clinton soll am Dienstag beim Parteitag der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Am Donnerstag wird die frühere Außenministerin ihre erste Rede als offizielle Präsidentschaftskandidatin halten. Kurz vor dem Parteitag hatte sie den Senator Tim Kaine als ihren Vizepräsidenschaftskandidaten benannt.

Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Sparkassen, Volks- und Raffeisenbanken und kleine unabhängige Banken werden demnächst einem strengeren Stresstest unterzogen als die internationalen Großbanken: Sie müssen ein Niedrigzins-Szenario bestehen - was den großen Banken erspart bleibt, allerdings für alle Banken gleichermaßen problematisch ist.
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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Nach dem umfassenden Stresstest für Großbanken in Europa müssen sich auch kleinere deutsche Institute auf einen abgespeckten Belastungstest einstellen. Die Bundesbank will zusammen mit der Finanzaufsicht BaFin eine Niedrigzinsumfrage aus dem Jahr 2015 neu auflegen, erklärte die Bundesbank am Montag. „Wir wollen damit die Widerstandskraft der Banken und Sparkassen im Niedrigzinsumfeld überprüfen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret der Deutschen Presse-Agentur. Die Umfrage zielt vor allem auf die rund 1500 Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie kleinere Privatbanken in Deutschland.

Die Ergebnisse des Stresstests für Großbanken will die Regulierungsbehörde EBA am Freitagabend veröffentlichen. Ein Niedrigzins-Szenario ist dabei jedoch nicht enthalten, was bei vielen Bankern und Experten auf Unverständnis stößt. Die Leitzinsen im Euro-Raum liegen auf einem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken Strafzinsen bezahlen, wenn sie über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen fällt es vielen Geldhäusern zunehmend schwer, im angestammten Kreditgeschäft auskömmliche Erträge zu erwirtschaften.

Bei ihrem nächsten Belastungstest wollen Bundesbank und BaFin von den Geschäftszahlen der Institute für 2016 ausgehen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im zweiten Halbjahr 2017 veröffentlicht werden. Im vergangenen Jahr waren die Bankenwächter zu dem Schluss gekommen, dass die allermeisten kleinen und mittelgroßen Banken in Deutschland trotz massiver Gewinneinbußen in den nächsten Jahren die niedrigen Zinsen verkraften können. Bei der Prüfung, deren Ergebnisse im vergangenen September veröffentlicht wurden, waren die Institute bis 2019 im Schnitt von einem Gewinnrückgang um 25 Prozent vor Steuern ausgegangen.

Merkel erwägt Nationalgarde für Innere Sicherheit
Merkel erwägt Nationalgarde für Innere Sicherheit
Die Bundesregierung prüft die Errichtung einer neuen militärischen Einheit zum Schutz der inneren Sicherheit: Eine neue Nationalgarde könnte der Regierung für rasche Einsätze zur Verfügung stehen.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel, Juli 2016 in Berlin. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Juli 2016 in Berlin. (Foto: dpa)

Nach den Anschlägen von Ansbach und Würzburg und dem Amoklauf von München gibt es einem Medienbericht zufolge innerhalb der Bundesregierung Überlegungen für ein neues nationales Sicherheitskonzept. Zur Unterstützung der Polizei könnte etwa eine „Reservisten“-Truppe eingesetzt werden, berichtete „Bild“ am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise. Dabei solle es sich um Freiwillige mit militärischer oder polizeilicher Ausbildung handeln. Als Vorbild könnten die Nationalgarde in den USA, der Reservedienst in Frankreich und die Reserve-Armee (Army Reserve) in Großbritannien dienen.

Offenbar will die Bundesregierung auf diesem Weg die Schwierigkeiten überwinden, die sie beim Einsatz der Bundeswehr in Inneren hat. Hier war es innerhalb der Großen Koalition nicht möglich, eine breite Zustimmung zu erreichen.

Welche Aufgaben genau diese Truppe haben soll, ist unklar. Ebenso wie sie rekrutiert und finanziert werden soll. Aktuell hat etwa die Polizei wegen knapper Budgets große Schwierigkeiten, ihren Aufgaben nachzukommen.

Interessant: Eine Schließung und verfassungsmäßige Kontrolle der Grenzen wurde trotz der Anschläge und Vorkommnisse der vergangenen Tage von keiner Partei diskutiert.

Auch die Verstärkung der Bemühungen zur Beendigung des Kriegs in Syrien, aus dem die meisten Söldner kommen, steht offenbar nicht auf der Agenda der Bundesregierung.

Die bayerische Landesregierung will bei ihrer mehrtägigen Klausurtagung, die am Dienstag beginnt, eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen beschließen und auch Forderungen gegenüber der Bundesregierung erheben. In diesem Zusammenhang zeigte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann offen für den umstrittenen Einsatz der Bundeswehr im Innern. In Extremfällen sei dieser auch mit dem Grundgesetz im Einklang. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ordnete nach der Serie von Attentaten eine verstärkte Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit und etwa mehr Streifen der Bundespolizei an Flughäfen und Bahnhöfen an. Zu möglichen Gesetzesverschärfungen hielt sich der CDU-Minister bedeckt.

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