Börse: Dax schließt 1,3 Prozent im Plus

Das Tauziehen um eine Lösung im griechischen Schuldenstreit hat am Mittwoch die Anleger an den europäischen Aktienmärkten auf Trab gehalten. Dax und EuroStoxx50 profitierten von Spekulationen auf einen Durchbruch und zogen um 1,3 und 1,8 Prozent auf 11.771,13 und 3682,87...

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Das Tauziehen um eine Lösung im griechischen Schuldenstreit hat am Mittwoch die Anleger an den europäischen Aktienmärkten auf Trab gehalten. Dax und EuroStoxx50 profitierten von Spekulationen auf einen Durchbruch und zogen um 1,3 und 1,8 Prozent auf 11.771,13 und 3682,87 Zähler an. Zuversichtliche Aussagen griechischer Regierungsvertreter lösten eine Kaufwelle aus, die allerdings durch die andauernde Skepsis vieler Anleger gebremst wurde. „Wir sind schon zu oft enttäuscht worden“, sagte ein Händler. EU-Vertreter warnten, dass es noch keine Einigung gebe . Laut griechischen Angaben hat die sogenannte Brüssel-Gruppe die Vorbereitungen für eine Verständigung auf Arbeitsebene begonnen.

Am Abend wollten die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer in Dresden zusammenkommen. Dabei dürfte es auch um die Lage in Griechenland gehen, obwohl das Thema nicht auf der offiziellen Tagesordnung steht. Griechenland feilscht seit Monaten mit seinen Geldgebern um die Reformauflagen für weitere Hilfszahlungen.

Für Gesprächsstoff sorgt weiterhin auch die Geldpolitik der USA. Fed-Vize Stanley Fischer beteuerte, die Notenbank werde die globalen Auswirkungen ihrer Politik berücksichtigen. Der wieder erstarkte Dollar machte zuletzt den US-Börsen zu schaffen, da er die Wettbewerbschancen der US-Firmen mindert. Im Gegenzug ist der Rückgang des Euro als Exporttreiber in Europa gar nicht so ungern gesehen. Er war in diesem Jahr einer der Haupttriebfedern der Aktienrally.

An der Wall Street machten Dow-Jones – und S&P500 ungeachtet der aktuellen Dollar-Stärke am Mittwoch aber einen Teil ihrer Vortagesverluste wett und zogen bis Handelsschluss in Europa um je 0,6 Prozent an. Der Dollar blieb vor allem zum Yen stark: Mit 123,84 Yen erreichte die US-Währung den höchsten Stand seit Juni 2007. Der Euro notierte mit 1,09 Dollar am Abend klar über dem zeitweise erreichten Vier-Wochen-Tief von etwa 1,0820 Dollar.

Unter den Einzelwerten sorgten in New York Tiffany für viel Glanz: Der Edeljuwelier leidet zwar unter dem starken Dollar, erzielte aber dank der hohen Nachfrage nach einer neuen Schmuckkollektion im abgelaufenen Quartal mehr Umsatz und Gewinn als erwartet. Die Tiffany-Aktie schoss um 12,3 Prozent in die Höhe auf 96,04 Dollar.

In Frankfurt standen HeidelbergCement mit einem Plus von 2,3 Prozent ganz oben im Dax. Die gesamte Baustoffbranche profitierte von der Einigung der Fusionspartner Holcim und Lafarge mit dem irischen Rivalen CRH auf den Verkauf von Firmenteilen. Auch Holcim, Lafarge und CRH legten 1,7 bis drei Prozent zu.

Unter den europäischen Aktienwerten zählten Generali mit einem Kursplus von 2,8 Prozent zu den Favoriten. Der größte italienische Versicherer will bis 2018 den Aktionären eine deutlich höhere Dividende zahlen. In London waren nach der Übernahme einer Reihe von Marken seiner fusionierenden US-Rivalen mit einem Plus von 3,3 Prozent Imperial Tobacco besonders gefragt.

Die Umsätze im deutschen Handel waren zeitweise eher mau. Dazu trugen auch technische Probleme beim Handel an der Frankfurter Aktienbörse bei. Erst am Nachmittag zog das Handelsvolumen spürbar an.

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