Virtuelle Welten: Google kündigt neues Kamera-System an

Der US-Technologiekonzern Google will im Rahmen des Projekts „Cardboard“ Smartphones mit einem neuen Kamera-System ausstatten. Dadurch sollen Nutzer die Möglichkeit erhalten, virtuelle Ausflüge an alle Orte der Welt durchzuführen. Die neue Technologie soll insbesondere im Schulunterricht eingesetzt werden.

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Google hat bei seiner jährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O zahlreiche Neuigkeiten vorgestellt. Ein Überblick über die wichtigsten Ankündigungen:

– Die neue Android-Version „M“ soll dem Smartphone-Nutzer von sich aus die passenden Informationen zur richtigen Zeit liefern. Dafür werden Daten wie Ort und Kalender-Einträge ausgewertet.

– Die Google-Suche kann direkt in verschiedene Apps eingewoben werden. Damit kann man zum Beispiel gesprochene Fragen zu einem Song stellen, der gerade in einer Musik-Anwendung läuft.

– Google will eine zentrale Rolle bei der Vernetzung des Alltags übernehmen. Für das sogenannte „Internet der Dinge“ gibt es die abgespeckte Android-Variante „Brillo“. Über das Protokoll „Weaver“ sollen verschiedensten Geräte miteinander kommunizieren können. Google macht damit – wie viele andere Anbieter – den Versuch, in dem heute zersplitterten Geschäft einen Standard zu etablieren.

– Nutzer von Android-Smartphones bekommen ein mobiles Bezahlsystem, mit dem sie in Läden, aber auch innerhalb von Apps zahlen können. Android Pay soll auf Telefonen mit NFC-Nahfunk laufen. Für mehr Sicherheit soll die Unterstützung von Fingerabdruck-Sensoren sorgen.
– Google will Erinnerungen speichern. Im neuen Dienst Google Photo können unbegrenzt Fotos und Videos hochgeladen werden, die dann über verschiedene Geräte abrufbar sind. Die Software erkennt automatisch Personen, Gegenstände und Orte in den Bildern. Dadurch kann man nach bestimmten Ereignissen suchen.

– Virtuelle Realität für alle: Das Projekt „Cardboard“, bei dem man mit Smartphone und einer faltbaren Papp-Brille in virtuelle 3D-Welten eintauchen kann, bekommt auch eine iPhone-App. In Schulen sollen mit „Cardboard“ virtuelle Ausflüge an ferne Orte möglich sein. Der Bauplan für das Aufnahme-System aus 16 Kameras wird frei verfügbar.

– Google-Karten gibt es künftig auch offline. Bisher musste man zum Beispiel im Ausland auf Kartendienste anderer Anbieter ausweichen, wenn man sich ohne Internet-Verbindung orientieren wollte. Demnächst können auch bei Google Karten heruntergeladen werden, die Routen-Anweisungen funktionieren trotzdem.

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