AfD: Machtkampf könnte mit Spaltung enden

Der AfD-Bundesvorstand sagte nur elf Tage vorher den in Kassel geplanten Parteitag ab. In Kassel sollte die Parteiführung von derzeit drei Vorsitzenden auf einen verkleinert werden - nach einer bis Dezember befristeten Doppelspitze. Das sorgt für Spannungen in den Lagern.

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Die Entscheidung im Machtkampf in der AfD wird vertagt: Der Bundesvorstand sagte am Dienstag den am übernächsten Wochenende in Kassel geplanten Parteitag ab. Er folgte damit Bedenken des Bundesschiedsgerichts, das Zweifel an der Wahl der Delegierten geäußert hatte. Damit erhält der in die Defensive geratene Parteichef Bernd Lucke eine Atempause.

In Kassel sollte die Parteiführung von derzeit drei Vorsitzenden auf einen verkleinert werden – nach einer bis Dezember befristeten Doppelspitze. Lucke hat seine Kandidatur angekündigt und die Vorstandswahl zu einer Richtungsentscheidung erklärt. Damit ist eine Machtprobe zwischen Lucke und seiner Gegenspielerin, der Co-Vorsitzenden Frauke Petry, vorprogrammiert.

„Geprüft wird ein außerordentlicher Mitglieder-Parteitag voraussichtlich am letzten Wochenende im Juni“, kündigte AfD-Sprecher Christian Lüth an. Damit deutet sich an, dass Lucke seine Ausgangsposition verbessern kann, denn in Kassel war ein Delegierten-Parteitag geplant. Der AfD-Mitbegründer gilt unter Mitgliedern als wesentlich populärer als unter Funktionären.

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