Bundesregierung: Vergabe der WM 2006 an Deutschland war sauber

Die Bundesregierung hält mögliche Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe der WM 2006 an Deutschland für ausgeschlossen. Zuvor hatte Ex-Innenminister Otto Schily den Vorwurf ebenfalls zurückgewiesen. Es sei ausgeschlossen, dass DFB-Vertreter die Fifa-Funktionäre mit unlauteren Mitteln beeinflusst haben könnten.

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Die Bundesregierung sieht keine Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland. Ein Sprecher von Innenminister Thomas de Maiziere verwies am Freitag in Berlin auf Äußerungen des damaligen Ressortchefs Otto Schily (SPD).

Dem sei nichts hinzuzufügen, sagte er. Schily hatte der Bild-Zeitung gesagt, er halte es für ausgeschlossen, dass die verantwortlichen DFB-Vertreter versucht haben könnten, Mitglieder des Exekutiv-Komitees des Fußball-Weltverbandes Fifa durch unlautere Mittel zu beeinflussen.

Der Ministeriumssprecher unterstrich, da es sich bei der Auswahl des Austragungsortes um eine Entscheidung der Fifa und damit des Sports handele, gebe es für die Regierung „keinen Anknüpfungspunkt“, um selbst Aufklärungsarbeiten einzuleiten.

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wies Spekulationen über ein Fehlverhalten seitens des Deutschen Fußball-Bundes zurück. „Ich darf immer daran erinnern, dass wir die absolut beste Bewerbung hatten“, sagte er im ZDF. Die Abstimmung in der Fifa sei zwölf zu elf ausgefallen. Die acht Europäer in dem Spitzengremium hätten für Deutschland gestimmt. Dieses Votum hätten vier weitere Länder abgegeben.
Niersbach sprach sich für einen gemeinsamen Kandidaten Europas für die Nachfolge von Fifa-Präsident Joseph Blatter aus, der im Zuge der Korruptionsaffäre seinen Rücktritt angekündigt hat. Niersbach bemängelte, der Rückzug Blatters dauere zu lange. Eigentlich sei ein sofortiger Rücktritt angebracht.

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