Österreich: Mehr als 200 Einsprüche gegen Heta-Zahlungsstopp

Gegen den Anleihen-Rückzahlungsstopp bei der österreichischen Bad Bank Heta haben sich mehr als 200 Gläubiger zur Wehr gesetzt. Darunter sind vor allem institutionelle Investoren wie Versicherungen und Banken, aber auch Privatpersonen, die 10.000 Euro in Anleihen der ehemaligen Hypo investiert haben.

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Gegen den Anleihen-Rückzahlungsstopp bei der österreichischen Bad Bank Heta haben sich mehr als 200 Gläubiger zur Wehr gesetzt. „Es haben vor allem institutionelle Investoren wie Versicherungen und Banken Beschwerde eingereicht, aber auch Privatpersonen, die 10.000 Euro in Anleihen der ehemaligen Hypo investiert haben“, sagte der Co-Chef der Finanzmarktaufsicht, Klaus Kumpfmüller, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten.

Die Behörde hatte wegen einer drohenden Kapitallücke seit dem 1. März die Rückzahlung sämtlicher Anleihen der ehemaligen Krisenbank Hypo Alpe Adria gestoppt. Dagegen konnten Investoren – darunter viele deutsche Banken und Versicherungen – bis Anfang Juni Beschwerde einlegen. „Wir werden die Inhalte würdigen und einen neuen Bescheid erstellen, in dem es Veränderungen geben kann, aber nicht muss“, sagte Kumpfmüller. „Dann können Investoren in zweiter Instanz zum Bundesverwaltungsgericht gehen.“

Die aktuellen Pläne der Aufseher sehen einen Rückzahlungsstopp für einen Großteil der Hypo-Schulden bis Ende Mai 2016 vor. So will sich Österreich Zeit verschaffen, um mit den Gläubigern der Krisenbank über einen Schuldenschnitt zu verhandeln. Viele von ihnen hatten die Hypo-Papiere gekauft, weil sie mit milliardenschweren Garantien des Bundeslandes Kärnten versehen sind. Allerdings musste Kärnten selbst mit einem Notkredit vor der Pleite gerettet werden und kann seine Garantieversprechen nicht erfüllen. Ob und wann die Investoren ihr Geld zurückbekommen, ist offen.

Alle Artikel zum Hypo-Desaster finden Sie hier.

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