Deutscher Breitband-Anbieter reicht Klage gegen E-Plus-Übernahme ein

Der deutsche Breitbandanbieter Airdata hat bei der EU eine Klage gegen die Übernahme von E-Plus durch Telefonica Deutschland eingereicht. Airdata vertritt den Standpunkt, dass die Übernahme den Wettbewerb schädigt und damit rechtlich unzulässig sei.

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Der Stuttgarter Breitbandanbieter Airdata hat eine Klage gegen die Übernahme von E-Plus durch Telefonica Deutschland beim Gericht der Europäischen Union (EuG) eingereicht. „Die von Telefonica gemachten Zusagen waren völlig unzureichend, um einen lebendigen Wettbewerb im Interesse der Verbraucher aufrecht zu erhalten“, begründete Airdata-Vorstandsmitglied Christian Irmler am Montag das Vorgehen.

Die EU-Kommission hatte vergangenen Sommer die fast neun Milliarden Euro schwere Fusion von Telefonica Deutschland („o2“) und E-Plus genehmigt, dies aber an Auflagen geknüpft, um den Wettbewerb nicht zu beeinträchtigen. Die Auflagen blieben hinter den Erwartungen der Rivalen zurück, die gehofft hatten, dass die beiden Anbieter einen Teil ihrer Funkfrequenzen abgeben müssen. Airdata bezeichnete die Auflagen als unzureichend. Irmler zufolge müsste bei einem neu aufgerollten Verfahren ein Frequenzpaket für einen Neueinsteiger bereit gestellt werden.

Zusammen kommen Telefonica und E-Plus auf mehr Kunden als das bisherige Führungsduo Deutsche Telekom und Vodafone.

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