Russland: Triebwerk von Atom-Bomber geht in Flammen auf

Ein russischer Tu-95-Bomber ist beim Start in der Nähe zur chinesischen Grenze verunglückt und nur haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das Verteidigungsministerium in Moskau ermittelt.

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Der Tupolew Tu-95 Bomber gehört zur nuklearen Abschreckungstruppe Russlands. (Foto: acesflyinghigh)

Der Tupolew Tu-95 Bomber gehört zur nuklearen Abschreckungstruppe Russlands. (Foto: acesflyinghigh)

In Russland – auf dem Flugplatz Belogorsk in der Amur-Region – ist am Montag ein viermotoriger Bomber der Klasse Tupolev Tu-95 beim Start über das Ende der Startbahn hinausgerollt und in Flammen aufgegangen. Die Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig retten.

Allerdings gebe es fünf Verletzte, die sich aktuell in ärztlicher Behandlung befinden, berichtet die Nachrichtenagentur Tass. Auslöser des Unfalls soll ein Brand im Triebwerk gewesen sein. Das Verteidigungsministerium in Moskau hat die Flüge aller Tu-95-Maschinen eingestellt, bis die Brandursache geklärt ist.

Die Tu-95 ist ein strategischer Atom-Bomber. Im Februar wurde im internationalen Luftraum über dem Ärmel-Kanal eine Tu-95 von der Royal Air Force (RAF) abgefangen.

Im Oktober 2014 löste die Nato einen Alarm aus, weil nach Angabe des Militärbündnisses ungewöhnlich viele Tu-95-Bomber im internationalen Luftraum über der Nord- und der Ostsee identifiziert wurden. Der von der Nato beanspruchte Luftraum wurde allerdings nicht verletzt.

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