Wegen Russland-Sanktionen: VW-Verkäufe brechen ein

Aufgrund der Russland-Sanktionen kam es bei VW zu einem Einbruch der Verkaufszahlen: Im Mai wurden 47,2 Prozent weniger Autos verkauft als im Jahr zuvor. Damit hat sich der Trend aus dem ersten Quartal noch verschärft. Die Märkte in China, USA und Brasilien lassen ebenfalls nach.

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Es ist noch nicht allzu lange her, dass Piech VW verlassen hat. Und schon hat Martin Winterkorn mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie der Konzern mitteilte, wurden im Zeitraum von Januar bis Mai insgesamt nur 2,48 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Allein im Mai waren die Verläufe um 5,9 Prozent zum Vorjahresmonat zurückgegangen.

Während die Verkäufe in Westeuropa im Mai zum Vorjahresmonat um 6,4 Prozent zulegen konnten, gingen sie in vielen anderen Regionen stark zurück: In China, den USA und der Asien-Pazifik Region. Neben erheblichen Absatzproblemen in Brasilien brachen vor allem in Russland die Verkäufe ein. Mit nur 29.800 verkauften Fahrzeugen führ VW im Mai in Russland ein Minus von 47,2 Prozent ein. In Brasilien waren es Minus 27,8 Prozent.

Damit hat sich die negative Dynamik in den Absatzmärkten in Osteuropa weiter verschärft. Im ersten Quartal waren die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Zentral- und Osteuropa um 10,1 Prozent zurückgegangen, im Mai um 22,1 Prozent.

In Russland selbst gingen sie in den ersten drei Monaten um 34,9 Prozent zurück, im Mai nun um 47,2 Prozent. Die Ukraine-Krise und die damit zusammenhängenden Sanktionen gegenüber Russland beeinträchtigen das Geschäft von VW weiterhin erheblich.

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