Bilderberg-Meeting: Mäßiges Interesse am Protest gegen die „Top-Raubtiere“

Das Bilderberg-Treffen im Tiroler Telfs lässt die Menschenmassen ziemlich kalt: Nur 300 Demonstranten sind erschienen, um gegen das Treffen der „Top-Raubtiere aus Politik und Wirtschaft“, wie es eine ungarische Zeitung nennt, zu protestieren.

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Die Tiroler Tageszeitung meldet ein ziemlich mäßiges Interesse am Protest gegen das Bilderberg-Treffen in Telfs. Wie schon beim G7 blieben die Teilnehmerzahlen offenbar deutlich hinter den Erwartungen zurück. So sollen nur etwa 300 Demonstranten erschienen sein. Die Veranstalter Attac Tirol, KPÖ, Grüne, die Piraten sowie das Friedensforum Innsbruck hatten mit bis zu 3.000 Teilnehmern gerechnet. Das Gelände im Umkreis der Treffens im Interalpen-Hotel Tyrol war weiträumig abgesperrt worden – auf Kosten der Steuerzahler, wie einer der Organisatoren im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten kritisierte.

Einen interessanten Gedanken zum Organisationen wie Bilderberg steuert die Budapester Tageszeitung «Magyar Nemzet» bei. Sie schreibt in ihrem Leitartikel:

«Es wird immer deutlicher, dass diese Zusammenkunft ausschließlich mit Vertretern und Multi-Milliardären der reichen, entwickelten Länder des Westens beschickt wird. Als ob Afrika und Asien gar nicht existierten. Die Bilderberg-Gruppe kann nur hoffen, dass auf letztgenannten Kontinenten nicht ein ähnlicher Club entsteht, dessen Mitglieder sich zur Überraschung aller in – sagen wir – das eine oder andere westliche Mega-Projekt oder Geldinstitut einkaufen. Die Bilderberg-Konferenz ist ein ernüchternd einseitiges Stelldichein der Top-Raubtiere aus Politik und Geschäftswelt.»

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