Blamage für Merkel: EU-Staaten verweigern Gefolgschaft bei Energie-Wende

Nach dem Lippenbekenntnis der G7, die fossilen Brennstoffe abzuschaffen, holt die Realität Merkels Klima-Pläne ein. In Ost-Europa regt sich heftiger Widerstand gegen das geplante Kohle-Aus. Allein in Polen und Tschechien gibt es mehr Kohle-Arbeiter als in der Rest-EU.

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Beim G7-Gipfel gönnten die Staats- und Regierungschefs Angela Merkel einen Prestige-Erfolg beim Klima: Im „Laufe des Jahrhunderts“ solle die Weltwirtschaft ohne die Nutzung von fossilen Energieträgern auskommen.

Für die Energiegewinnung, also bei der Verbrennung in Kraftwerken, sollen Kohle und Öl schon bis spätestens 2050 deutlich zurückgefahren werden. Im Abschlusspapier ist offenbar von einer Reduzierung „im oberen Bereich“ der Empfehlung des Weltklimarats IPCC in Höhe von 40 bis 70 Prozent die Rede. Außerdem wollen die G7-Staaten das verbindliche Zwei-Grad-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung festsetzten, dass bedeutet, dass die Erderwärmung höchstens zwei Grad über jener der vorindustriellen Zeit liegen soll.

Doch reale Folgen hat das Bekenntnis kaum. In der Vergangenheit häufig ambitionierte Ziele formuliert, die jedoch nicht umgesetzt wurden.

Und kaum ist das Spektakel in Elmau beendet, muss Merkel Rückschläge bei den angestrebten Klimazielen hinnehmen. Denn in der EU regt sich heftiger Widerstand gegen die Kohlereduzierung. Vor allem Staaten aus dem Osten, wie Tschechien oder Polen, sind dagegen. Beide Länder haben alleine in der Region Schlesien mehr Kohle-Arbeiter als der Rest der EU, wie der EUobserver meldet. Aber auch in den Kohleminen von Andalusien in Spanien sind noch 5.000 Arbeiter beschäftigt.

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