Frankreich will Verkauf von Monsanto-Pestizid Roundup stoppen

Die Gartencenter Frankreichs wurden von höchster Stelle aufgefordert, das Monsanto-Produkt Roundup aus dem Verkauf zu nehmen. Glyphosat, der Hauptbestandteil des Pestizids, soll krebserregend sein. In der Schweiz und Deutschland nahmen zahlreiche Supermärkte das Gift bereits aus dem Soritment.

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Die französische Umweltministerin Segolene Royal hat die Gartencenter in ihrem Land aufgefordert, das Unkrautvernichtungsmittel Roundup des US-Herstellers Monsanto aus dem Verkauf zu nehmen. „Frankreich muss den Kampf gegen Pestizide vorantreiben“, sagte Royal am Sonntag dem Fernsehsender France 3. Die zur Weltgesundheitsorganisation zählende Internationale Behörde für Krebsforschung (IARC) hatte im März erklärt, dass Glyphosat als Hauptbestandteil von Roundup bei Menschen wahrscheinlich Krebs auslösen kann. Monsanto war für eine Stellungnahme zu der Ankündigung Royals zunächst nicht zu erreichen.

Glyphosat ist der weltweit am häufigsten eingesetzte Wirkstoff zur Bekämpfung von Unkraut. Neben Landwirten nutzen auch Städte und Unternehmen die Chemikalie, um ihre Grünflächen frei von Unkräutern zu halten. Bekanntestes Produkt ist Roundup, das sich Monsanto Anfang der 70er-Jahre patentieren ließ. Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA überprüft momentan die Zulassung von Glyphosat und will noch in diesem Jahr entscheiden, ob der Einsatz des Pestizids begrenzt werden soll.

In der Schweiz verzichten die großen Supermärkte au den Verkauf von Monsanto-Produkte. Nach den Schweizer Supermärkten haben auch zahlreiche deutsche Unternehmen ein Verkaufs-Stopp von Glyphosat angekündigt.

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