Russland: Notenbank will Devisenreserven aufstocken

Russland will in den kommenden Jahren seine Devisenreserven von derzeit etwa 360,5 Milliarden Dollar auf bis zu 500 Milliarden Dollar aufstocken. Notenbank-Chefin Elvira Nabiullina sagt, dass die aktuellen Devisenreserven ausreichen sollten, um Kapitalabflüsse in den kommenden zwei bis drei Jahren zu decken. Zuvor hatte die Notenbank versucht, über Devisenmarkt-Interventionen den Rubel zu stützen.

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Russland will seine Währungsreserven in den kommenden Jahren aufstocken. Ziel sei ein „komfortables“ Niveau von bis zu 500 Milliarden Dollar (umgerechnet 440 Milliarden Euro), sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina am Donnerstag auf einer Bankenkonferenz in St. Petersburg. Derzeit sind es rund 360,5 Milliarden Dollar. „In einer optimalen Lage müssen die Reserven ausreichen, um deutliche Kapitalabflüsse über zwei bis drei Jahre zu decken“, sagte Nabiullina.

Russland hatte seine Devisenreserven dafür eingesetzt, um den zeitweise stark gefallenen Rubelkurs zu stützen. Im Mai hatte die Zentralbank erneut am Devisenmarkt eingegriffen. Sie soll täglich mit 100 bis 200 Millionen Dollar interveniert haben. Die EU und die USA haben wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt und den Zugang Russlands zu den internationalen Kapitalmärkten erschwert. Der Rubel geriet dadurch unter erheblichen Abwertungsdruck, zumal auch die Preise für Öl und Gas an den Weltmärkten sanken. Beide Rohstoffe sind russische Exportschlager.

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