Fiskus verlangt von Mittelstandsbank IKB 120 Millionen Euro

Der Fiskus verlangt von der Mittelstandsbank IKB einen Steuerbetrag von 120 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr ging die Bilanzsumme der Bank um 2,3 Milliarden auf 22,4 Milliarden Euro zurück.

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Die Mittelstandsbank IKB hat zum zweiten Mal seit ihrer Rettung in der Finanzkrise schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand im Geschäftsjahr 2014/15 (31. März) allerdings nur ein Gewinn von fünf (Vorjahr: 32) Millionen Euro, wie die IKB Deutsche Industriebank am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Ein aus dem Jahr 2008/09 – dem Jahr des Verkaufs an den Finanzinvestor Lone Star – herrührender Streit um Verlustvorträge mit dem Finanzamt belastete die Bank dabei mit 145 Millionen Euro. Eine dafür gebildete Steuerrückstellung führte zu einer Steuerlast von 120 Millionen Euro, nachdem die IKB 2013/14 noch 133 Millionen Euro Steuern erstattet bekommen hatte. Das Institut sieht sich im Recht und will den Betrag notfalls gerichtlich einklagen.

Im Vorjahr hatte die Bank mehr als 400 Millionen Euro in die Reserven gepackt, um ihre Kernkapitalquote vor dem bestandenen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzustocken. Ende März 2015 lag diese mit 10,9 Prozent noch einmal höher. Das liegt auch daran, dass das operative Geschäft der IKB schrumpft, obwohl der Vertrieb ausbaut wird. Ein Neugeschäft von 3,2 (2013/14: 2,7) Milliarden Euro reichte nicht aus, um auslaufende Kredite und andere Forderungen auszugleichen. Die Bilanzsumme ging um 2,3 Milliarden auf 22,4 Milliarden Euro zurück.

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