Griechenland-Krise treibt Anleger in Schweizer Franken

Die aktuelle Griechenland-Krise führt dazu, dass zahlreiche Anleger in den Schweizer Franken statt in den Euro investieren.

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Dollar und Euro verlieren jeweils ein knappes Prozent auf 0,9244 und 1,0415 Franken. Die Kursausschläge würden allerdings durch die insgesamt dünnen Umsätze verstärkt, betonten Börsianer.

Einer der Nutznießer des starken Frankens ist die Privatbank Julius Bär. Der starke Franken kurbelte das Handelsgeschäft an und spülte Geld in die Kasse des Vermögensverwalters. Von Januar bis April kletterte die Vorsteuer-Gewinnmarge nahe an das obere Ende des mittelfristigen Zielbereichs von 30 bis 35 Basispunkten, wie Bär am Dienstag mitteilte. Im Gesamtjahr 2014 stand dieser Wert noch bei 26 Basispunkten. Genaue Gewinnzahlen will Bär erst zum Halbjahr vorlegen.

Mitte Januar kappte die Schweizerischer Nationalbank (SNB) die Anbindung an den Euro. Daraufhin schoss der Franken in die Höhe, während die Aktien einbrachen. Die Anleger kauften und verkauften Devisen, Aktien, Anleihen sowie Zertifikate und sorgten damit für einen Gebührensegen bei Bär. Damit erreichte das Institut ähnliche Gewinn-Margen wie die größeren Konkurrenten UBS und Credit Suisse. Doch die Franken-Stärke belastet die Schweizer Wirtschaft. Insbesondere die Exportindustrie leidet unter der Stärke der Währung.

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