Rocket Internet verteidigt Verluste bei Beteiligungen

Rocket Internet ist der Ansicht, dass die Beteiligungen seines Unternehmens trotz anhaltender Kursverluste erfolgreich seien. Der Gedanke, dass man möglichst schnell profitabel sein muss, sei falsch.

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Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer sieht die Beteiligungen seiner Startup-Fabrik trotz anhaltender Verluste auf Kurs. „Das ist einfach eine notwendige Bedingung im Internet-Markt, dass man zunächst eine kritische Masse erreicht“, sagte Samwer der Deutschen Presse-Agentur. „Die Alternative wäre, ich folge dem klassischen deutschen Ansatz und sage, nach zwei Jahren muss man profitabel sein, sonst ist es nix. Nur, dann brauchen wir uns gar nicht mit dem Silicon Valley oder China anlegen oder überhaupt erst eine Milliarden-Firma bauen.“

Rocket ist quer durch die Welt an Dutzenden Internet-Firmen beteiligt, die bisher alle rote Zahlen schreiben. Zugleich arbeitet der Modehändler Zalando, der mit Unterstützung der Samwer-Brüder groß wurde und an dem sie immer noch eine Minderheitsbeteiligung halten, inzwischen profitabel. Samwer versichert, dass es auch bei anderen Firmen so laufen werde. „Irgendwann lassen sie ihr Marketing-Budget gleich, dann kommen die Gewinne.“ Rocket Internet habe unter anderem den Vorteil, durch eine gemeinsame technische Plattform für die Unternehmen Kosten sparen zu können.

Für Samwer war zuletzt das Geschäft mit Essenszustellung besonders interessant. „Es gibt hunderttausende Restaurants, Millionen Kunden, und wir haben die Chance gesehen, noch der größte in der Welt werden zu können, zumindest außerhalb Chinas.“

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