BASF beteiligt sich an Ausbau von russischer Pipeline Nord Stream

Der deutsche Chemiekonzern BASF wird sich an der Verlängerung der russischen Pipeline Nord Stream beteiligen. Durch Nord Stream wird seit 2012 Gas aus Sibirien nach Deutschland und in weitere Staaten in Europa gepumpt. Sie kann jährlich 55 Milliarden Kubikmeter durchleiten.

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BASF will sich auch an der geplanten Verlängerung der Ostsee-Pipeline Nord Stream beteiligen. Die Konzerntochter Wintershall lotet aus, ob sie zu dem Konsortium aus dem russischen Gazprom -Konzern sowie den drei westlichen Partnern E.ON, Shell und OMV hinzustößt. „Zu einer Beteiligung an zwei weiteren Strängen der Ostsee-Pipeline sind wir im Gespräch“, sagte ein Wintershall-Sprecher am Freitag. Die Firma gehört wie E.ON bereits zu den Betreibern der ersten beiden Stränge. Wie an dem bestehenden Konsortium soll Gazprom auch an dem nun geplanten eine Mehrheit von 51 Prozent halten.

Durch die Pipeline wird seit 2012 Gas aus Sibirien nach Deutschland und in weitere Staaten in Europa gepumpt. Sie kann jährlich 55 Milliarden Kubikmeter durchleiten. Dies entspricht gut der Hälfte des Jahresverbrauchs in Deutschland. Durch die Verlängerung soll die Kapazität bis Ende 2019 verdoppelt werden. Dies wäre so viel wie ein Zehntel des Bedarfs in Europa. Das Gas werde weit über Deutschland hinaustransportiert, sagte Gazprom-Chef Alexei Miller im Reuters-Interview. OMV wolle Österreich zu einem der größten Umschlagplätze für Gas in Europa machen. Die Kosten für die Verlängerung werden auf maximal knapp zehn Milliarden Euro veranschlagt. Für die bisherigen Teile wurden 8,5 Milliarden ausgegeben.

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