Börse: Chinas Leitindex „Shanghai Composite“ stürzt ab

Alle Welt redet vom Grexit, kaum jemand vom Crash in China, der sich derzeit abspielt: dort scheint ein großes Unternehmen in Schieflage, Börsengänge wurden abgesagt, Anleiheemissionen verschoben. Der Shanghai Composite verlor heute 6,42 Prozent und hat in dieser Woche damit 13 Prozent verloren - der schlimmste Wochenverlust seit 2008.

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Der chinesische Leitindex „Shanghai Composite“ fiel am Freitag um 6,4 Prozent auf 4478,36 Punkte. Der Hersteller von „KitKat“-Schokoriegeln strich wegen eines schwächelnden China-Geschäfts seine Ergebnisziele zusammen und kündigte den Abbau von 300 Jobs an. Der Dax, der unmittelbar vor dem Verfall seiner Futures und Optionen am Mittag noch gut ein Prozent fester notiert hatte, verabschiedete sich mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 11.040,10 Punkten in den Feierabend. Damit büßte er binnen fünf Tagen 1,4 Prozent ein und verbuchte den vierten Wochenverlust in Folge. Das ist die längste Negativ-Serie seit rund drei Jahren. Der EuroStoxx50 gewann am Freitag 0,2 Prozent auf 3.455,80 Zähler. Der Athener Leitindex legte sogar 0,9 Prozent zu. Einem Insider zufolge stockte die Europäische Zentralbank (EZB) die Notfallkredite für die Geschäftsbanken des Mittelmeer-Anrainers erneut auf .
An der Wall Street markierte der technologielastige Nasdaq -Index zunächst mit 5140,17 Punkten den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch. Am Abend notierten er, Dow Jones und S&P 500 jeweils etwa 0,2 Prozent tiefer.

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