Staatsanleihen in Südeuropa ziehen nur leicht an

Die Kurse der Staatsanleihen in den südeuropäischen Ländern sind gefallen, während die Renditen der Anleihen etwas zulegten. Zehnjährige italienische, spanische und portugiesische Papiere warfen zwischen 2,35 und 3,16 Prozent ab und damit fünf bis sieben Basispunkte mehr als im Schlussgeschäft vom Vortag.

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Die festgefahrenen Verhandlungen zwischen Griechenland und den internationalen Geldgebern haben die Kurse vieler südeuropäischer Anleihen am Freitag belastet. Die Renditen stiegen im Gegenzug an. Zehnjährige italienische, spanische und portugiesische Papiere warfen zwischen 2,35 und 3,16 Prozent ab und damit fünf bis sieben Basispunkte mehr als im Schlussgeschäft vom Vortag. Zurzeit sei in puncto Griechenland alles denkbar, sagte BNP-Paribas-Analyst Patrick Jacq.

Der griechischen Regierung rennt im Kampf gegen einen Staatsbankrott die Zeit davon. Am 30. Juni sind Zahlungen in Milliardenhöhe fällig, außerdem endet dann das aktuelle Hilfsprogramm. Ministerpräsident Tsipras setzt nun darauf, dass beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone am Montag eine Einigung im Schuldenstreit gelingt. Derweil kehren immer mehr griechische Sparer den heimischen Banken den Rücken. Drei hochrangige Bankenvertreter sagten Reuters am Freitag, allein am Donnerstag seien von Kunden Einlagen im Umfang von mehr als einer Milliarde Euro abgehoben worden.

Als sicherer Hafen gefragt waren die zehnjährigen Bundesanleihen. Die Renditen fielen daher zurück auf 0,759 Prozent.

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