Deutschland: Steuereinnahmen um 13,6 Prozent gestiegen

Bund, Länder und Kommunen vermelden im Mai einen ungewöhnlichen Zuwachs bei den Steuereinnahmen. Neben Sondereffekten profitiert der deutsche Staat vor allem von Zuwächsen bei Lohn- und Umsatzsteuer.

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Die Steuereinnahmen sind im Mai deutlich gestiegen. Bund, Länder und Kommunen nahmen im vergangenen Monat 13,6 Prozent mehr ein als im Vorjahresmonat, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Das ungewöhnlich starke Plus (ohne reine Gemeindesteuern) ist aber auch darauf zurückzuführen, dass der Bund vor einem Jahr 2,2 Milliarden Euro Kernbrennstoffsteuer auszahlen musste und der Vorjahreswert deshalb deutlich niedriger ausgefallen war. Ohne diesen Sondereffekt betrug der Anstieg den Angaben zufolge nur 7,7 Prozent.

Nach wie vor profitiert der Fiskus von der stabilen Konjunktur und der guten Beschäftigungslage. So trugen vor allem die Lohnsteuer mit einem Zuwachs von 9,4 Prozent und die Umsatzsteuern mit einem Plus von 6,0 Prozent zum kräftigen Aufkommenswachstum bei. Auch die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne legten um fast 60 Prozent zu. Dadurch seien Mindereinnahmen vom Jahresbeginn nun mehr als ausgeglichen worden, hieß es.

Zwischen Januar bis Mai stieg das Steueraufkommen um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Fünf-Monats-Plus liegt damit weiter über dem für das Gesamtjahr zuletzt geschätzten Zuwachs.

Die positive Konjunkturentwicklung gehe mit Gewinn- und Lohnsteigerungen sowie einer deutlichen Expansion des privaten Konsums einher, hieß es: «Die Gesamtheit der Indikatoren spricht für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs im 2. Quartal 2015 in moderatem Tempo.» Der Rückgang der Arbeitslosenzahl und der Beschäftigungsaufbau setzten sich fort. Seit Februar sei eine «moderate Aufwärtsbewegung» bei der jährlichen Inflationsrate zu beobachten.

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