Milchproduktion steigt weltweit an, Agrarbetriebe wachsen

Nach Einschätzung des Agrarökonomen Folkhard Isermeyer wird die Milchproduktion in den kommenden Jahren weltweit ansteigen. Dies werde dazu führen, dass die Milchbauern ihre Kapazitäten ausbauen.

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Die Milchproduktion wird nach Einschätzung des Agrarökonomen Folkhard Isermeyer in den nächsten Jahren weltweit wachsen. Das werde mit einem Strukturwandel hin zu größeren Betrieben mit höheren Milchleistungen je Tier und weniger Weidegang verbunden sein, sagte der Präsident des Thünen-Instituts in Braunschweig der Deutschen Presse-Agentur. Isermeyer will auf dem Kongress der Europäischen Milchbauern EDF (European Dairy Farmers) von Mittwoch bis Freitag in Rostock über die Zukunft der Milchproduktion sprechen.
Zu dem jährlichen Erfahrungsaustausch werden etwa 370 Milcherzeuger und -verarbeiter aus ganz Europa sowie Berater und Wissenschaftler erwartet. Neben Vorträgen und Workshops stehen Exkursionen in Milchviehbetriebe auf dem Programm, darunter zum Milchhof Rodenwalde in Westmecklenburg mit 1.750 Kühen.

Isermeyer verwies darauf, dass die Entwicklung in der Landwirtschaft zu immer größeren Strukturen auf gesellschaftliche Kritik stoße. „Der wirtschaftliche Erfolg des Milchsektors war aber nur möglich, weil sich die Produktionsstrukturen ständig weiterentwickelt haben“, sagte er. Die Kritik an der Entwicklung der Produktionsstrukturen und -methoden sei inzwischen eine existenzielle Bedrohung für den Sektor.
Die Reaktion vieler Landwirte besteht laut Isermeyer darin, die Kritik als unwissenschaftlich abzustempeln. Er appellierte an die Landwirte, die aus dem internationalen Wettbewerb hervorgehenden Produktionssysteme nicht automatisch auch als gut im Sinne des Tierwohls zu rechtfertigen. Erfolgversprechender sei es, gemeinsam mit der Gesellschaft zu erörtern, in welche Richtung sich die Tierhaltung entwickeln solle.

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