Ungarns Notenbank senkt Leitzins auf Rekordtief

Die ungarische Zentralbank hat am Dienstag den Leitzins von 1,65 auf 1,5 Prozent gesenkt. Bis zum Jahresende könnten die Währungshüter den Leitzins weiter bis 1,2 Prozent absenken. Das erwarten zumindest internationale Finanzanalysten.

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Die ungarische Notenbank hat den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Er wurde am Dienstag wie von Experten erwartet auf 1,5 von 1,65 Prozent gekappt. Das Zinsniveau ist damit gleich hoch wie in Polen, dessen Anleihen von den Ratingagenturen als vergleichsweise sichere Anlage gewertet werden. Ungarns Schuldpapiere werden hingegen unter Ramsch geführt.

Manche Experten rechnen damit, dass die Notenbank den Schlüsselzins bis zum Jahresende noch auf 1,2 Prozent drücken werde. Die Währungshüter wollen mit einer lockereren Geldpolitik die Wirtschaft stimulieren. Notenbank-Gouverneur György Matolcsy gilt als enger Vertrauter von Ministerpräsident Viktor Orban, der sich staatlichen Einfluss in den Leitungsgremien der Notenbank gesichert hat.

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