E.ON will Ölfelder in der Nordsee verkaufen

Der Energie-Konzern E.ON will seine Öl- und Gasfelder in der Nordsee und in Algerien verkaufen und erhoffen dadurch einen Ertrag von etwa zwei Milliarden Dollar. E.ON wird 2016 in einen Konzern mit Ökostrom und einen mit Atom- und Kohlekraftwerken aufgeteilt werden.

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Der Energieriese E.ON will sich im Zuge seines Konzernumbaus Insidern zufolge von Öl- und Gasfeldern in der Nordsee und in Algerien trennen. Die Düsseldorfer erhoffen sich demnach einen Ertrag von rund zwei Milliarden Dollar. Der offizielle Startschuss für den Verkaufsprozess werde in den kommenden Wochen fallen. E.ON gewähre aber bereits mehreren potenziellen Käufern Einblick in Unterlagen über sein Förderungsgeschäft im Ausland, sagten mehrere Banker und Branchenvertreter. Ein E.ON-Sprecher sagte lediglich, das Geschäft mit Erschließung und Förderung (E&P) in der Nordsee werde einer noch laufenden strategischen Prüfung unterzogen. Mehrere Optionen seien möglich, darunter auch ein Verkauf.

E.ON soll 2016 in einen Konzern mit Ökostrom und einen mit Atom- und Kohlekraftwerken aufgeteilt werden. Dem deutschen Branchenprimus machen wie seinen Konkurrenten die gefallenen Strom-Großhandelpreise zu schaffen. Mit einem Verkauf insbesondere von Nordsee-Anlagen, wie sie E.ON in britischen und norwegischen Gewässern betreibt, würden die Deutschen einem gewissen Trend folgen. Angesichts der gefallenen Ölpreise kommen immer mehr solche Felder auf den Markt. Nur wenige Transaktionen wurden allerdings bislang unter Dach und Fach gebracht. Die Auffassung über den Wert der Anlagen geht bei Anbietern und Interessenten offenbar deutlich auseinander.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich zum Teil bei der Atomenergie. E.ON teilte am Dienstag mit, wegen der geringen Profitabilität zwei von drei Reaktoren im schwedischen AKW Oskarshamn abschalten zu wollen. Im April hatte der staatliche schwedische Energieversorger Vattenfall das Aus für zwei Reaktoren im Kernkraftwerk Ringhals aus demselben Grund angekündigt.

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