Frankreich: Bouygues lehnt Verkauf von Telekomsparte ab

Der französische Telekomkonzern Bouygues hat ein Kaufangebot des französischen Milliardärs Patrick Drahi abgelehnt. Das Übernahmeangebot berge Risiken im Hinblick auf das Wettbewerbsrecht.

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Der französische Mischkonzern Bouygues hat ein Kaufangebot des Konkurrenten Numericable-SFR für seine Telekomsparte abgeschmettert. Das habe der Verwaltungsrat am Dienstagabend einstimmig entschieden, teilte das Unternehmen mit. Er sei der Überzeugung, dass der Telekommarkt vor einer neuen Wachstumsära stehe und Bouygues Telecom dafür besonders gut positioniert sei. Zudem berge das Übernahmeangebot auch Risiken im Hinblick auf das Wettbewerbsrecht. Kreisen zufolge hatte der Numericable-Besitzer Patrick Drahi zehn Milliarden Euro für das Unternehmen geboten.

Bouygues Telecom ist das drittgrößte Telekom-Unternehmen Frankreichs. Über ein Kaufinteresse des Milliardärs Darhi wurde schon länger spekuliert: Mit einer Übernahme könnte Numericable-SFR dem Marktführer Orange ernsthaft Konkurrenz machen. Numericable und Bouygues Telecom kommen zusammen auf über 30 Millionen Mobilfunkkunden und mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz. In der französischen Politik und bei Gewerkschaftern hatte das Angebot allerdings auch Sorgen um Arbeitsplätze ausgelöst.

Milliardär Drahi befindet sich zurzeit auf Einkaufstour und will auch außerhalb von Europa wachsen. Sein Kabel- und Telekomkonzern Altice, der Numericable-SFR kontrolliert, hatte jüngst angekündigt, 70 Prozent des US-Kabelanbieters Suddenlink Communications zu übernehmen.

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