Handelskonzerne Ahold und Delhaize vereinbaren Milliardenfusion

Der niederländische Supermarkt-Konzern Ahold und sein belgischer Konkurrent Delhaize stehen vor einer Milliarden-Fusion. Die Behörden und Aktionäre müssen dem Deal noch zustimmen.

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Milliardenfusion im europäischen Einzelhandel: Der niederländische Supermarkt-Konzern Ahold und sein belgischer Konkurrent Delhaize wollen sich zusammenschließen. Das teilten beide Unternehmen am Mittwoch gemeinsam mit. Das neue Unternehmen Ahold Delhaize umfasst mehr als 6.500 Läden mit rund 375.000 Mitarbeitern in Europa und den USA. Die Fusion soll Mitte 2016 abgeschlossen sein. Die Behörden und Aktionäre müssen dem Deal noch zustimmen.

In Europa dürfte damit die viertgrößte Einzelhandelskette entstehen. Beide Unternehmen sind auch stark an der Ostküste der Vereinigten Staaten vertreten. Gemeinsam kamen Ahold und Delhaize im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 54 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund einer Milliarde Euro.

Dabei ist der niederländische Marktführer mit 33 Milliarden Euro Umsatz die deutlich stärkere Partei. Die Aktionäre von Ahold bekommen der Vereinbarung zufolge 61 Prozent der Anteile im neuen Konzern.

«Unsere Unternehmen teilen dieselben Werte, eine stolze Geschichte mit Wurzeln in Familienunternehmen und haben Aktivitäten, die einander gut ergänzen», erklärte Ahold-Chef Dick Boer in Zaandam bei Amsterdam. Der Niederländer soll den Konzern mit dem Hauptsitz in den Niederlanden künftig leiten.

Erwartet werden ab 2019 Einsparungen von jährlich rund 500 Millionen Euro durch den Zusammenschluss. Seit Mai hatten beide Seiten Gespräche geführt. 2006 war ein früherer Fusionsversuch gescheitert.

Die belgische Kette hatte zuletzt die Initiative ergriffen. Sie steht unter Druck vor allem durch die Konkurrenz der deutschen Anbieter Aldi und Lidl. Die Fusion soll vorerst nicht zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen, versicherten die Unternehmen.

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