Urteil: Mitsubishi muss Schmerzensgeld an Ex-Zwangsarbeiter zahlen

Ein Gericht in Korea hat den japanischen Automobilkonzern Mitsubishi zu Schadensersatzzahlungen verurteilt. Mitsubishi hatte während der japanischen Kolonialherrschaft in Südkorea zwischen 1910 bis 1945 Zwangsarbeiter eingesetzt.

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Ein Berufungsgericht in Südkorea hat das japanische Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries angewiesen, Schadenersatz an ehemalige koreanische Zwangsarbeiter zu zahlen. Das Landgericht in Kwangju sprach am Mittwoch vier Frauen insgesamt 460 Millionen Won (370.000 Euro) unbezahlte Löhne und Schmerzensgeld zu, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Außerdem soll der Schwerindustriekonzern 102 Millionen Won an eine Familie zahlen, deren inzwischen verstorbene Angehörige ebenfalls während der japanischen Kolonialherrschaft (1910-45) bei Mitsubishi gearbeitet hätten.

Bereits im November 2013 hatte ein Bezirksgericht in Kwangju den Konzern zur Zahlung von Schmerzensgeld an die fünf Kläger und Klägerinnen verurteilt. Mitsubishi war aber in Berufung gegangen. „Zwangsarbeit ist eine illegale Handlung gegen die Menschlichkeit“, sagte der Richter Hong Dong Gi.

Die Kläger verlangen auch eine Entschuldigung von Mitsubishi. Die meisten noch lebenden Opfer der Zwangsarbeit bei dem Konzern sind über 80 Jahre alt. Während der Kolonialzeit und des Zweiten Weltkriegs wurden nach Schätzungen Hunderttausende Koreaner in Japan zur Arbeit gezwungen.

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