Russland: Preisabschläge für Gas-Exporte in die Ukraine sind zu hoch

Moskau will der Ukraine bei künftigen Gaslieferungen keine großen Preisnachlässe gewähren. „Es ist offensichtlich, dass wir angesichts der deutlichen Preisrückgänge bei Öl und auch bei Gas nicht dieselben Abschläge gewähren können wie bisher“, so Putin.

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Wenige Tage vor neuen Verhandlungen über russische Gaslieferungen in die Ukraine rückt die Moskauer Regierung von bisherigen Preisnachlässen ab. „Es ist offensichtlich, dass wir angesichts der deutlichen Preisrückgänge bei Öl und auch bei Gas nicht dieselben Abschläge gewähren können wie bisher“, sagte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch. Der Preis für Exporte in die Ukraine werde auf dem Niveau von Ausfuhren in Nachbarländer wie Polen liegen. Wie viel Polen bezahlt, wollte der staatliche Gas-Riese Gazprom nicht offenlegen. Russland, die Ukraine und die Europäische Union (EU) wollen nach Angaben von EU-Energiekommissar Maros Sefcovic in den kommenden Tagen über ein neues Gasgeschäft für den Winter verhandeln.

Die EU will der Ukraine dabei unter die Arme greifen. Das geplante neue Paket werde rund 1,5 Milliarden Dollar kosten, heißt es in einem deutschen Regierungspapier, das jüngst der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Die Ukraine bezieht rund die Hälfte ihrer Gas-Importe aus Russland, mit dem es seit längerem in den Konflikt in der Ostukraine verstrickt ist. Zudem fließt etwa 40 Prozent des russischen Gases für die EU durch das Land. Für den vergangenen Winter hatten sich die Ukraine und Russland unter EU-Vermittlung auf ein Liefer-Paket verständigt. Um den Preisabschlag war dabei länger gefeilscht worden.

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