Bahn-Streik: Schlichtung bis 30. Juni verlängert

Die Schlichtung im Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL wird offenbar bis Ende des Monats verlängert. Beide Seiten können einen Schlichterspruch auch ablehnen. Dann drohen erneut Streiks.

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Die Schlichtung im Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL wird nach Angaben aus Verhandlungskreisen bis Ende des Monats verlängert. Am folgenden Tag solle das Ergebnis in einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden, sagten mit den Verhandlungen Vertraute zu Reuters am Freitag. Die Schlichtung war bereits um eine Woche bis zum 25. Juni ausgedehnt worden. Jetzt wird sie nochmals verlängert.

Auslöser des Konflikts mit zahlreichen Streiks war, dass die GDL auch für Rangierführer und Zugbegleiter einen eigenen Tarifvertrag erreichen will. Diese Berufsgruppen wurden bisher von der größeren Konkurrenzgewerkschaft EVG vertreten. Im Gegenzug hatte die EVG kürzlich einen Abschluss verhandelt, der auch ihre Mitglieder unter den Lokführern einschließt. Die Bahn will aber unterschiedliche Verträge innerhalb einer Beschäftigtengruppe vermeiden. Unter dieser Voraussetzung sind die Spielräume in der Schlichtung stark eingeschränkt. Beide Seiten können einen Schlichterspruch auch ablehnen. Dann drohen erneut Streiks.

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