EU verhängt erstmals Geldstrafe gegen Ratingagentur

Die EU-Aufseher belegen erstmals eine Rating-Agentur mit einer Geldstrafe. Die Bonitätsprüfer von DBRS müssen 30.000 Euro zahlen, weil sie gegen Vorgaben zur Aufbewahrung von Dokumenten verstoßen haben sollen.

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Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) verhängt ihre erste Geldstrafe gegen eine Ratingagentur. Die Bonitätsprüfer von DBRS müssen 30.000 Euro zahlen, weil sie gegen Vorgaben zur Aufbewahrung von Dokumenten verstoßen haben sollen. Die Behörde erteilte nach Angaben vom Montag zugleich eine Rüge und warf der Agentur Nachlässigkeit vor. Die ESMA ist für die Aufsicht über die Ratingagenturen in den 28 EU-Ländern zuständig.

DBRS gehört einem Konsortium um die Finanzinvestoren Carlyle und Warburg Pincus. Es handelt sich um eine der kleineren Agenturen, die im Schatten der drei großen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch stehen. Experten werfen den Bewertungsfirmen vor, mit Fehlurteilen zur globalen Finanzkrise beigetragen zu haben. Auch in Deutschland wurde daher eine stärkere Kontrolle der Agenturen beschlossen.

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