EU verhängt erstmals Geldstrafe gegen Ratingagentur

Die EU-Aufseher belegen erstmals eine Rating-Agentur mit einer Geldstrafe. Die Bonitätsprüfer von DBRS müssen 30.000 Euro zahlen, weil sie gegen Vorgaben zur Aufbewahrung von Dokumenten verstoßen haben sollen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) verhängt ihre erste Geldstrafe gegen eine Ratingagentur. Die Bonitätsprüfer von DBRS müssen 30.000 Euro zahlen, weil sie gegen Vorgaben zur Aufbewahrung von Dokumenten verstoßen haben sollen. Die Behörde erteilte nach Angaben vom Montag zugleich eine Rüge und warf der Agentur Nachlässigkeit vor. Die ESMA ist für die Aufsicht über die Ratingagenturen in den 28 EU-Ländern zuständig.

DBRS gehört einem Konsortium um die Finanzinvestoren Carlyle und Warburg Pincus. Es handelt sich um eine der kleineren Agenturen, die im Schatten der drei großen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch stehen. Experten werfen den Bewertungsfirmen vor, mit Fehlurteilen zur globalen Finanzkrise beigetragen zu haben. Auch in Deutschland wurde daher eine stärkere Kontrolle der Agenturen beschlossen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick