Drohende Pleite Griechenlands sorgt für Ausverkauf europäischer Aktien

Nach dem Scheitern der Schuldengespräche wächst die Sorge vor einem Zusammenbruch des griechischen Bankensystems und Kurseinbrüchen an den Finanzmärkten. Der freie Kapitalverkehr in Griechenland wird beschränkt, die Geldinstitute bleiben geschlossen.

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12.19 Uhr – Die Börsen in Spanien und Italien brechen ein.

11.58 Uhr – Als erstes konkretes Anzeichen, dass sich ein Land gegen eine Ansteckung griechischer Finanzmarktturbulenzen zu schützen sucht, wies Mazedonien seine Banken an, ihre gesamten Einlagen bei Geldhäusern in Griechenland abzuziehen.

10.16 Uhr – Der Präsident des Handelsverbandes BGA, Anton Börner, sieht nach eigenen Worten keinen Anlass zu großer Sorge. Er habe an den Börsen Rückgänge bis zu 15 Prozent befürchtet, sagt er zu Reuters. „Ein Chaos sieht anders aus“.

10.00 Uhr – In Deutschland verloren die Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank jeweils mehr als fünf Prozent. Die Aktien der italienischen Geldhäuser Unicredit und Intesa Sanpaolo tendierten ebenfalls mehr als fünf Prozent im Minus. In Spanien verbuchten die Titel von Santander einen Verlust von über sechs Prozent. Die Aktien der französischen BNP Paribas und der Societe Generale gaben etwa fünf Prozent ab.

09.45 Uhr – Die Athener Börse und die griechischen Banken bleibt nach Angaben einer Sprecherin bis kommenden Montag (06. Juli) geschlossen.

09.24 Uhr – Die Kapitalmärkte reagieren auf die Gefahr einer Pleite Griechenlands. Die Renditen spanischer Anleihen steigen. Zugleich weitet sich der Abstand zwischen den Renditen der deutschen und spanischen Papiere mit zehn Jahren Laufzeit auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr aus.

09.19 Uhr – Die drohende Pleite Griechenlands löst einen Ausverkauf europäischer Aktien aus: Der Dax fällt zur Eröffnung um 4,4 Prozent auf 10.985 Punkte. Das ist der größte Kursrutsch seit dreieinhalb Jahren. Der EuroStoxx50 büßt 4,1 Prozent auf 3472 Zähler ein.

09.00 Uhr – Der Euro gab am Montag wie erwartet nach. Das Minus hielt sich mit einem Abschlag von rund eineinhalb Cent allerdings in Grenzen. Um 5 Uhr kostete ein Euro 1,1012 Dollar, nachdem er am Freitagabend bei rund 1,1160 Dollar gestanden hatte. In den ersten Handelsstunden der Woche war der Euro zeitweise auf 1,0955 Dollar gefallen. Experten machten die Eskalation in der griechischen Krise für den Kurssturz verantwortlich.

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