K+S-Aktie steigt um mehr als zwei Prozent

Die Aktie des Düngemittelherstellers K+S stieg am Dienstag um mehr als zwei Prozent auf 37 Euro. Ausschlaggebend für diesen Zugewinn sind anhaltende Übernahmespekulationen von K+S durch den kanadischen Konzern Potash.

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Die K+S-Aktie befindet sich im Höhenflug. (Grafik: ariva.de)

Die K+S-Aktie befindet sich im Höhenflug. (Grafik: ariva.de)

Anhaltende Übernahmefantasien haben die Aktien des umworbenen Salz- und Düngemittelherstellers K+S am Dienstag angetrieben. Die Papiere setzten sich mit einem Plus von mehr als zwei Prozent auf gut 37 Euro an die Dax-Spitze. Zeitweilig legten sie um vier Prozent zu. Händlern zufolge spekulierten Anleger auf einen höheren Preis. Wie Reuters von einer mit der Sache vertrauten Person erfuhr, prüft K+S noch den Übernahmevorschlag des kanadischen Konkurrenten Potash, der am vergangenen Donnerstag bekannt geworden war. Es gebe derzeit keine Gespräche, sagte der Insider.

Wie ein anderer Insider erklärte, spiegelt der Aktienkurs des Unternehmens nicht den Wert seines neuen Kali-Minenprojektes in Kanada und den des Salzgeschäfts wider. Die Nordhessen haben bereits zwei Milliarden Euro in die kanadische Mine investiert – was rund 10 Euro je Aktie entspricht. Das müsse Potash in seinem Angebot berücksichtigen. Auch das Salzgeschäft, das rund drei Euro je Aktie wert sei, sieht K+S von Potash nicht angemessen gewürdigt. Dazu müsse ein Aufschlag kommen, damit die Übernahme für die K+S-Aktionäre attraktiv sei. Das Handelsblatt berichtete, ein fairer Wert für K+S liege bei mehr als 50 Euro je Aktie.

Über einen Preis, zu dem der K+S-Vorstand bereit sei, die Unabhängigkeit des Kasseler Unternehmens aufzugeben, sei bisher jedoch nicht gesprochen worden, betonte eine involvierte Person. Insidern zufolge haben sich die Vorstandschefs von Potash und K+S im Februar getroffen, um über einen Zusammenschluss zu sprechen. Die Nordamerikaner haben Ende Mai einen schriftlichen Übernahmevorschlag übermittelt. Er bewertet K+S mit der Sache vertrauten Personen zufolge mit fast acht Milliarden Euro oder 41 Euro je Aktie. Der Konzern habe bisher aber abgelehnt, in formelle Verhandlungen einzutreten.

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