Electrolux will GE-Hausgeräte-Kauf notfalls vor Gericht durchsetzen

Der schwedische Konzern Electrolux will den Kauf Haushaltsgerätesparte von General Electric notfalls gerichtlich durchsetzen. Zuvor hatten die US-Kartellbehörden Bedenken bezüglich der geplanten Übernahme geäußert.

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Der schwedische Konzern Electrolux gibt den Kauf der Haushaltsgerätesparte von General Electric trotz Bedenken der US-Kartellbehörden noch nicht auf. Electrolux-Chef Keith McLoughlin will es notfalls vor Gericht mit den Wettbewerbshütern aufnehmen. Er erwarte weiterhin einen Abschluss des Geschäfts bis Jahresende, sagte McLoughlin am Donnerstag. US-Behörden wollen den 3,3 Milliarden Dollar (2,99 Mrd Euro) schweren Deal dagegen blockieren, um eine zu große Marktmacht zu verhindern.

Millionen von Amerikanern wären bei einer Übernahme möglichen Preisanhebungen von Electrolux ausgeliefert, hatten die Kartellwächter am Vortag erklärt. Schätzungen von Analysten zufolge würden sich etwa 40 Prozent des nordamerikanischen Marktes für elektronische Haushaltsgeräte in den Händen eines Konzerns ballen. Electrolux-Aktien verloren angesichts des angekündigten Vetos der Kartellwächter am Donnerstagvormittag mehr als neun Prozent an Wert.

McLoughlin strebt nach eigenen Worten eine Einigung mit den Behörden an. Es werde vor einem möglichen Gerichtstermin noch Gespräche mit dem US-Justizministerium geben. McLoughlin erhofft sich aus dem Deal mit General Electric Einsparungen in Höhe von 350 Millionen Euro.
„Unser Ziel bleibt es, das Geschäft in diesem Jahr abzuschließen“, hatte auch General Electric in einer Stellungnahme mitgeteilt. Die Unternehmen hatten die Übernahme im September des Vorjahres beschlossen.

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