Frankreich: Tausende abtrünnige Sozialisten demonstrieren für Tsipras

In Frankreich haben tausende Sozialisten ihren Parteichef brüskiert und sind für die griechische Syriza auf die Straße gegangen. Francois Hollande ist gegen das Referendum, hat aber offenbar große Schwierigkeiten, die Einheit der Partei zu wahren.

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Mehrere Tausend Menschen haben in Paris für den Kurs der griechischen Regierung im Schuldenkonflikt mit den internationalen Gläubigern demonstriert. Sie versammelten sich am Donnerstagabend auf der Place de la Bastille und forderten die Griechen auf, die Spar- und Reformforderungen der Gläubiger abzulehnen und beim Referendum am Sonntag mit „Nein“ zu stimmen. Organisiert wurde die Kundgebung von Abweichlern innerhalb der regierenden Sozialistischen Partei von Präsident Francois Hollande. Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer mit 3.000 an.

Die Regierung Hollandes hat die Griechen vor einem „Nein“-Votum gewarnt und erklärt, es könne ein gefährlicher Schritt hin zu einem Austritt aus dem Euro sein. Meinungsumfragen zufolge sind zwei Drittel der Franzosen dagegen, dem von der Staatspleite bedrohten Griechenland weiter Geld zu leihen.

Hollandes Sozialisten müssen damit rechnen, dass sie vom Front National marginalisiert werden. Die Partei hat jegliches Profil verloren und waren während ihrer gesamten Amtszeit nicht in der Lage, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Marine Le Pen spricht mit ihrer Politik gerade das früher sozialistische Klientel an.

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