Banken-Aktien mit deutlichen Verlusten

Nach dem Griechenland-Referendum waren die deutschen Banken die größten Verlierer im Dax. Die Ansteckungsgefahr ist immer noch hoch. Der europäische Branchenindex verlor bis zu 2,2 Prozent.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Die Deutsche Bank mit Verlusten am Montag. (Grafik:<a href="http://www.ariva.de/deutsche_bank-aktie/chart?boerse_id=6&amp;t=week" target="_blank"> ariva.de</a>)

Die Deutsche Bank mit Verlusten am Montag. (Grafik: ariva.de)

Die Angst vor einer Bankenpleite Griechenlands hat am Montag die Aktien europäischer Geldhäuser nach unten gezogen. Die Papiere von Deutsche Bank und Commerzbank erlitten mit einem Minus von drei beziehungsweise zweieinhalb Prozent die heftigsten Verluste im deutschen Leitindex Dax. Zwar sind die deutschen Banken eigenen Angaben zufolge in Griechenland nur noch sehr gering engagiert. „Die Angst vor Ansteckungseffekten ist da“, sagte ein Börsianer. Vor allem Aktien von Bankhäusern aus südeuropäischen Ländern wie die italienische Unicredit, Monte Paschi oder die spanische Santander gerieten daher unter Druck. Der europäische Branchenindex verlor bis zu 2,2 Prozent.

Bei dem Referendum am Sonntag lehnten rund 61 Prozent der Griechen den Troika-Kurs ab. Viele Investoren halten das Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone nun für wahrscheinlicher als zuvor. Die bereits seit Tagen überwiegend geschlossenen griechischen Banken stehen kurz vor dem Kollaps. „Das Bankensystem wird sehr wahrscheinlich eingefroren bleiben und der paralysierte griechische Zahlungsverkehr beeinträchtigt die Realwirtschaft in den kommenden Wochen zunehmend“, sagte Citi-Analyst Ronit Ghose. Halte der Schwebezustand an, könnten die griechischen Banken locker bis zu zehn Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität benötigen.

Viel hängt nun von der Europäischen Zentralbank (EZB) ab, die am Montag über das weitere Vorgehen bei den gewährten Notkrediten (ELA) an die griechischen Banken entscheiden will.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***