EZB verlängert Notkredite an griechische Banken

Die EZB verlängert die ELA-Kredite für die massiv unter Druck geratenen griechischen Banken. Die EZB verschärfte gleichzeitig die Bedingungen für die Sicherheiten - allerdings etwas halbherzig. Offenbar will die EZB den Druck auf die Regierung Tsipras hochhalten.

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Die EZB hat am Montag ihre Notfall-Kredite an griechische Banken verlängert. Der EZB-Rat beließ allerdings die Obergrenze für die sogenannten ELA-Notkredite auf dem Niveau vom 26. Juni von etwa 89 Milliarden Euro. Ohne die ELA-Kredite droht den Instituten das Geld auszugehen, da Unternehmen und Privatleute massiv ihre Konten leergeräumt haben. Soziale Unruhen wären eine Folge.

Die EZB erhöhten allerdings den Abschlag auf den Wert der Sicherheiten, die die Institute bei ihrer heimischen Notenbank für ELA-Gelder hinterlegen müssen. Dieser Abschlag – ein sogenannter Haircut – wird aus Sicherheitsgründen erhoben. Die Finanzlage Griechenlands habe Auswirkungen auf die Banken, erklärte die EZB. Denn die Pfänder würden zu einem erheblichen Teil auf staatsgebundenen Titeln beruhen. Die Institute setzten zuletzt vor allem griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) sowie von der Regierung garantierte Bank-Anleihen und Kredite ein. Einem Insider aus der griechischen Bankenbranche zufolge wurde der Haircut für einige Sicherheiten um etwa zehn Prozent erhöht. Die Folgen seien aber begrenzt, Banken hätten noch genügend Sicherheiten, sagte die Person.

Die EZB erklärte außerdem, sie beobachte die Lage an den Finanzmärkten sowie die mögliche Folgen für die Preistabilität im Währungsraum und die Geldpolitik aufmerksam. Der EZB-Rat sei entschlossen, alle Instrumente innerhalb seines Mandats einzusetzen. Griechische Banken sind bereits seit einer Woche größtenteils geschlossen und es gelten Kapitalverkehrskontrollen. Nach Angaben des griechischen Bankenverbandes sollen die Geldhäuser auch am Dienstag und Mittwoch geschlossen bleiben.

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