Elektronikfirma LPKF korrigiert Gewinnprognose nach unten

Der Elektronikspezialist LPKF hat seine Erlösprognose für das aktuelle Jahr von bis zu 136 Millionen Euro auf einem Umsatz von 90 bis 110 Millionen Euro gesenkt. Der Grund für die Korrektur sei die Absatzkrise, die durch das Überangebot von LDS-Systemen bei den Produzenten von Handy-Antennen verursacht wird.

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Der Elektronikspezialist LPKF hat seine Jahresprognose nach Absatzproblemen bei seiner Kerntechnologie drastisch gekürzt. Die Neuaufträge für Laser-Direktstrukturierungsanlagen (LDS) seien erneut deutlich unter den Erwartungen geblieben, teilten die Niedersachsen am Mittwoch mit. Das Unternehmen müsse daher seine Umsatz- und Ergebnisziele für das laufende Jahr aufgeben. Statt mit Erlösen von bis zu 136 Millionen Euro sei nur noch mit einem Umsatz von 90 bis 110 Millionen Euro zu rechnen, hieß es. Ob es für einen Jahresgewinn reicht, ließ LPKF offen. Die Gewinnschwelle werde bei einem Umsatz von 100 Millionen Euro erreicht.

Der Grund für die Absatzkrise sei ein Überangebot von LDS-Systemen bei den Produzenten von Handy-Antennen, die sich in den Jahren 2010 bis 2013 kräftig mit den Anlagen eingedeckt hatten. Die LDS-Technik wird verwendet, um elektrische Schaltungen ohne Leiterplatten direkt auf Kunststoffoberflächen wie etwa den Akkudeckeln von Smartphones aufzubringen. Der Markt wird sich nach Einschätzung von LPKF wieder erholen. Allerdings werde die Prognose für die Folgejahre aktuell überprüft und im Herbst veröffentlicht.

An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an. Die LPKF-Aktien stürzten um bis zu 14 Prozent ab. „Die neue Umsatz- und EBIT-Prognose liegt deutlich unter unserer und der Markterwartung“, urteilte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank.

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