BBC verteilt Mini-Computer an Schüler

Die BBC verteilt eine Million Mini-Computer an Schulkinder. Die Micro Bits sollen die Schüler fürs Programmieren begeistern. Allerdings verteilt die BBC diese Geschenke in einer Zeit, in der sie wegen Budgetlücken tausende Mitarbeiter entlässt.

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Jeder britische Siebtklässler soll einen eigenen BBC-Mini-Computer erhalten. (Screenshot)

Jeder britische Siebtklässler soll einen eigenen BBC-Mini-Computer erhalten. (Screenshot)

Die britische Rundfunkanstalt BBC verteilt eine Million Mini-Computer an Siebtklässler. Zusammen mit Samsung und 28 weiteren Partnern wie Microsoft und Barclays, will das Unternehmen so die Programmier-Fähigkeiten von Schulkindern fördern. Der BBC Micro Bit ist so groß wie eine Streichholzschachtel und lässt sich an alle möglichen Geräte anschließen. Die Geschenk-Aktion für elf-bis Zwölfjährige ist Teil der Kampagne „Make it digital“. ist Ziel sei es, mehr Kinder für IT zu begeistern und dazu zu animieren, aus den Computern alles Mögliche zu basteln. In Großbritannien lernen bereits Grundschulkinder das Programmieren, das als neue Form der Alphabetisierung gilt.

Die Geschenke werden aber fast gleichzeitig mit der Entlassung von rund eintausend Mitarbeitern bekannt –  die Anstalt muss derzeit eine Milliarde Euro einsparen, weil sie künftig weniger staatliche Gelder bekommt. Dies sei auch der zunehmenden Verlagerung der Zuschauer ins Netz zu verdanken.

Der Umstieg vieler Briten vom Fernsehen aufs Internet führt bei der BBC zu massiven Stellenstreichungen. Mehr als 1000 Arbeitsplätze müssten wegfallen, weil die Lizenzgebühren im kommenden Finanzjahr 150 Millionen Pfund (etwa 211 Millionen Euro) niedriger ausfallen dürften als 2011 vorhergesagt, erklärte die Rundfunkanstalt am Donnerstag. Immer weniger Bürger besäßen einen Fernseher, weil sie die Programme übers Internet und Mobiltelefone schauen. Dazu gehöre auch der BBC-Onlinedienst iPlayer. Im Gegensatz zu Deutschland muss in Großbritannien nur derjenige die jährliche Rundfunkgebühr von umgerechnet 205 Euro bezahlen, der tatsächlich einen Fernseher besitzt. Der BBC fordert eine Neugestaltung des Zahlungssystems und will etwa der Infokanal künftig nur noch online zu sehen sein – für den Video-Stream gebe es jedoch bisher keine Zahlpflicht.

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