Griechische Banken brauchen mindestens 14 Milliarden Euro

Die griechischen Banken bleiben offenbar noch mindestens eine Woche geschlossen. Zugleich müssen sie mit mindestens 14 Milliarden Euro kapitalisiert werden. Diese Summe muss von privaten Investoren oder aus dem ESM kommen. Sie ist in den neuen Kredit-Anträgen noch nicht enthalten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Griechenlands Banken werden einem Reuters zufolge erst Ende kommender Woche wieder öffnen. Den Finanzinstituten verbleibe bis Montagabend noch ein Finanzpolster von schätzungsweise 750 Millionen Euro, sagte am Freitag ein ranghoher Bankenvertreter, der anonym bleiben wollte. Es sei mit täglichen Barabhebungen an Geldautomaten von 80 bis 100 Millionen Euro zu rechnen. Unabhängig vom Zustandekommen eines Rettungsabkommens für Griechenland sei eine Rekapitalisierung der Banken in Höhe von zehn bis 14 Milliarden Euro nötig. Das Geld solle von privaten Investoren kommen. Falls diese Mittel nicht ausreichen sollten, könne womöglich eine Finanzspritze des europäischen Rettungsmechanismus ESM helfen.

Der Euro grenzte seine Gewinne gegenüber dem Dollar nach Bekanntwerden dieses Kapitalbedarfs ein.

Die Banken in Griechenland sind bereits seit zwei Wochen geschlossen und hängen schon seit Monaten weitgehend am Tropf der Europäischen Zentralbank (EZB), die einem Insider zufolge am Montag erneut über die Vergabe von Notkrediten an die Finanzinstitute des Landes beraten wird.

Die Summe für die Rekapitalisierung könnte auch wesentlich höher sein. Bereits jetzt werden 50 Prozent der Kredite nicht bedient (NPL). Die Bankenschließung und der damit zusammenhängende Einbruch der Wirtschaft hat bereits zahlreiche Unternehmen in die Knie gezwungen.

Die Banken-Rekapitalisierung ist im ESM-Antrag der griechischen Regierung noch nicht enthalten.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick