China: Lockere Geldpolitik treibt Kreditvergabe

Die Geldhäuser vergaben im Juni neue Darlehen im Volumen von umgerechnet 187,5 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für die hohe Kreditvergabe ist die expansive Geldpolitik der chinesischen Notenbank.

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Die Kreditvergabe in China kommt nach mehreren Zinssenkungen der Notenbank zusehends in Gang. Die Geldhäuser vergaben im Juni neue Darlehen im Volumen von 1,28 Billionen Yuan (rund 187,5 Milliarden Euro), wie die Zentralbank am Dienstag mitteilte. Damit wurde die Erwartung von Experten weit übertroffen, die nur mit 1,05 Billionen Yuan gerechnet hatten. Zugleich wurde die im Mai erreichte Kreditsumme von 900,8 Milliarden Yuan deutlich überboten.

Die Notenbank kündigte an, das Finanzsystem weiter mit ausreichend Liquidität zu versorgen. Ein Kurssturz an der Börse hatte in den vergangenen Wochen die Sorgen vor einem Wachstumseinbruch im Reich der Mitte genährt. Am Mittwoch werden die Daten zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal veröffentlicht. Viele Experten gehen davon aus, dass die Wirtschaft in der Volksrepublik um 6,9 Prozent zugelegt hat. Es wäre das schwächste Plus seit sechs Jahren. Die Regierung peilt für das Gesamtjahr ein Wachstum von sieben Prozent an. Diese Zahl wurde im ersten Quartal erreicht. Im Kampf gegen die Konjunkturabkühlung hat die Notenbank die Geldschleusen mittlerweile weit geöffnet. Sie senkte Ende Juni die Zinsen zum vierten Mal seit November und erleichterte zugleich bestimmten Banken die Kreditvergabe.

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