Athen: General-Streik gegen Sparpolitik

Die griechischen Staatsbediensteten traten am Mittwoch in einen 24-stündigen Streik. Angeschlossen haben sich auch das Personal staatlicher Krankenhäuser und Eisenbahner. Für den Abend sind Demonstrationen im Stadtzentrum geplant.

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In Griechenland haben am Mittwoch einige Tausend Menschen gegen die neuen Vereinbarungen mit den Gläubigern demonstriert. Apotheker und Beamte gingen im Zentrum der Hauptstadt Athen mit Spruchbändern wie „Kippt das Rettungspaket“ oder „Nein zur Politik von EU, EZB und IWF“ auf die Straße. Für den Tagesverlauf waren weitere Demonstrationen geplant. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage zufolge sind mehr als 70 Prozent der Griechen dafür, dass das Parlament den Abmachungen zu einem dritten Rettungspaket zustimmt, das das Land vor dem Kollaps bewahren soll.

Die Polizei erließ besondere Sicherheitsvorkehrungen, nachdem es in der Vergangenheit bei solchen Kundgebungen zuweilen zu schweren Ausschreitungen gekommen war.

Der griechische Gewerkschafts-Dachverband des öffentlichen Dienstes ADEDY lehnt die Einigung zwischen der Regierung in Athen und den Gläubigern des Landes ab. Am Montag hatten Tausende von ADEDY-Mitgliedern vor dem Parlamentsgebäude in Athen gegen das Sparpaket demonstriert, welche kurz vor der Billigung steht. Das Paket muss spätestens bis Mittwoch verabschiedet werden.

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