Trotz schwacher Konjunkturdaten: US-Börsen legen leicht zu

Die US-Börsen haben am Dienstag zum Abschluss überraschend zugelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.053 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 auf 2109 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,7 Prozent auf 5105 Punkte vor.

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Der Dow Jones hat in den vergangenen Tagen permanent zugelegt. (Grafik: ariva.de)

Der Dow Jones hat in den vergangenen Tagen permanent zugelegt. (Grafik: ariva.de)

Die US-Börsen haben am Dienstag trotz unerwartet schwacher Konjunkturdaten zugelegt. Der Umsatz der US-Einzelhändler ging im Juni überraschend zurück. Das schürte Sorgen, dass die US-Wirtschaft zum Ende des zweiten Quartals an Fahrt verloren hat. Unterstützung erhielt der Markt jedoch von robusten Unternehmenszahlen und Fusionen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.053 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 auf 2109 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,7 Prozent auf 5105 Punkte vor.

Bei den Einzelwerten legten die Aktien der Großbank JPMorgan 1,4 Prozent zu. Das Geldhaus verdiente im zweiten Quartal dank Kostensenkungen und geringerer Sonderlasten mehr. Die größte Hypothekenbank Wells Fargo verdiente dagegen bereits das zweite Quartal in Folge weniger, die Aktien verteuerten sich dennoch um 0,9 Prozent. Die Aussicht auf eine 23 Milliarden Dollar schwere Offerte eines chinesischen Konkurrenten beflügelten die Papiere des Chipherstellers Micron. Es wäre die bisher größte Übernahme eines US-Konzerns durch ein chinesisches Unternehmen. Die Micron-Aktien legten mehr als elf Prozent zu.

Für Aufregung sorgte ein gefälschter Medienbericht über eine Übernahme des Kurznachrichtendiensts Twitter. Die Twitter-Aktie sprang zeitweise fast acht Prozent in die Höhe. Bis zum Schluss verringerte sich das Plus auf 2,7 Prozent. In dem Bericht auf einer Internetseite, die zunächst der Agentur Bloomberg zugeschrieben wurde, hieß es, dass Twitter für 31 Milliarden Dollar übernommen werden solle. Wenig später stellte ein Sprecher der US-Agentur jedoch klar, dass der Bericht eine Fälschung sei. Auch Twitter wies den Bericht über eine angebliche Offerte zurück.

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