Intel fängt Schwäche auf PC-Markt mit Rechenzentren auf

Intel gleicht die Schwäche im PC-Geschäft mit Einnahmen von zentralen Chips für Rechenzentren aus. Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz zwar um fünf Prozent. Doch die Einnahmen aus dem Chip-Geschäft kletterten um fast ein Zehntel auf 3,85 Milliarden Dollar.

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Intel gleicht die Schwäche im PC-Geschäft immer stärker mit seinen Chips für Rechenzentren aus. Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz des weltgrößten Halbleiter-Konzerns binnen Jahresfrist zwar um fünf Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar, die Amerikaner schnitten aber besser ab als von Analysten erwartet. Intel profitiert zunehmend vom Trend zum Cloud Computing in der IT-Industrie, bei dem Rechen- und Speicher-Dienstleistungen vom persönlichen Computer ins Internet verlagert werden.

Die Einnahmen mit den dafür zentralen Chips für Rechenzentren kletterten um fast ein Zehntel auf 3,85 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am späten Mittwochabend mitteilte. Die derzeit noch größere PC-Sparte verbuchte indes einen Umsatzeinbruch von fast 14 Prozent. An der Börse kam die Entwicklung dennoch gut an, da Intel mehr an den Chips für Großrechner verdient und so seine Marge höher halten konnte als erwartet. Der Nettogewinn schrumpfte dadurch nur um drei Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Im nachbörslichen US-Handel kletterte die Intel-Aktien um bis zu neun Prozent. Finanzchefin Stacy Smith rechnet damit, dass der sinkende Absatz von Computern langfristig mit dem Wachstum der Rechenzentren, der Vernetzung verschiedener Produkte und der Nachfrage nach Analyseangeboten größtenteils kompensiert werden kann. Dazu soll auch die Übernahme des Rivalen Altera für 16,7 Milliarden Dollar beitragen. Dieser stellt programmierbare Halbleiter her.

Auch Intel-Chef Brian Krzanich zeigte sich zuversichtlich. Unter anderem die jüngste PC-Chipgeneration seines Hauses und das neue Microsoft -Betriebssystem Windows 10 würden das PC-Geschäft im zweiten Halbjahr beleben. Laut einer Studie der Gartner-Marktforscher werden dieses Jahr mit rund 300 Millionen PCs 4,5 Prozent weniger ausgeliefert.

Intel hatte vor Jahren den Trend zu Smartphones und Tablet-Computern verschlafen und Experten fürchteten bereits, Rivalen wie der Chipentwickler ARM oder Qualcomm könnten dem Platzhirsch den Rang ablaufen. Die Verschiebung der Rechenleistung in die Datenzentren durch die mobilen Geräte kommt Intel allerdings entgegen, die Stellung der Kalifornier dort ist seit langem unangefochten. Der US-Konzern kündigte zum zweiten Mal im laufenden Jahr an, seine Investitionen zurückzufahren. So sollen die Ausgaben 2015 bei etwa 7,7 Milliarden Dollar liegen. Dadurch dürfte mehr Gewinn übrig bleiben.

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