Swatch leidet unter starkem Franken

Der weltgrößte Uhrenhersteller Swatch hat in der ersten Jahreshälfte seinen Umsatz gesteigert und gleichzeitig aufgrund des starken Frankens weniger verdient.

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Der starke Franken hat der Swatch Group im ersten Halbjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der weltgrößte Uhrenhersteller steigerte zwar den Umsatz, verdiente aber deutlich weniger. Für die erste Jahreshälfte 2015 weist Swatch einen um 2,2 Prozent höheren Umsatz von 4,19 Milliarden Franken (4,02 Milliarden Euro) aus. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus 3,6 Prozent betragen, teilte der schweizerische Uhrenkonzern am Donnerstag in Biel mit. Noch stärker wirkte sich die Währungssituation bei den Gewinnzahlen aus. Der Betriebsgewinn (Ebit) verringerte sich um 8,3 Prozent auf 761 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein um 19 Prozent tieferer Reingewinn von 548 Millionen Franken.

Trotz des „massiv überbewerteten Frankens“ sei Swatch gewachsen, betonte das Unternehmen. Der durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) verursachte Finanz- und Währungsschock habe die Verkaufspreise insbesondere in den Euroländern gegenüber jenen in der Schweiz aus dem Gleichgewicht gebracht. Beim Reingewinn hätten sich auch die tiefen und zum Teil negativen Zinsen ausgewirkt. Der Konzern zeigte sich dennoch zuversichtlich und erwartet „trotz des Schweizer Franken-Dilemmas ein starkes zweites Halbjahr 2015“. So würden sich die Touristenströme in Südkorea stabilisieren, nachdem das Mers-Problem verschwunden sei. Und auch bei den Verkäufen im Großraum China und anderen Regionen sei ein Wachstum zu erwarten.

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