Investoren drohen schwere Verluste bei Banken in Griechenland

Die griechischen Banken sollen unter dem ESM mit 25 Milliarden Euro rekapitalisiert werden. Im Rahmen eines Bail-in sollen sich die Anteileigner der Banken an der Sanierung beteiligen. Betroffen sind internationale Investoren, die nun ihr Investment verlieren könnten.

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Gemäß der Vereinbarung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern sollen den Banken des Landes 25 Milliarden Dollar für die Rekapitalisierung zugeführt werden. Großinvestoren wie Fairfax Financial Holdings und Wellington Management Group haben ihre Anteile an griechischen Banken in den letzten Monaten erhöht, berichtet das Wall Street Journal. „Doch zum aktuellen Zeitpunkt besteht das Risiko für Gläubiger und Banken-Aktionäre, dass sie erhebliche Verluste hinnehmen müssen“, so Francois Cabau, Volkswirt bei Barclays. Das grundsätzliche Problem besteht darin, dass die griechischen Banken zu geringen Eigenkapitalquoten und zu viele faule Kredite haben. Um Verluste für Einleger und nachrangige Anleihegläubiger zu verhindern, sollen die Aktionäre oder Anteilseigner unter dem ESM „plattgemacht“ werden, so Alberto Gallo von der Royal Bank of Scotland. Im Rahmen eines Bail-in sollen sich die Anteilseigner an den Verlusten der Banken-Sanierung beteiligen. Damit müssten Investoren wie Fairfax Financial Holdings und Wellington Management Group die Lasten tragen.

Im April investierte der Investor Fairfax nach einer Kapitalerhöhung insgesamt 400 Millionen Euro in die Eurobank und erhöhte damit seine Anteile auf 8,7 Prozent. Im Mai wurde der Anteil dann auf 12,9 Prozent erhöht. Dieser Anteil hat aufgrund des stetig fallenden Aktienkurses von Eurobank nur noch einen Wert von 265 Millionen Euro. Wellington Management Group hielt zum 23. März eine 1,7-prozentige Beteiligung an der Piräusbank im Wert von etwa 40 Millionen Euro.


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