Bayern-Trainer Pep Guardiola kandidiert für Separatisten in Katalonien

Der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, engagiert sich für die Loslösung seiner Heimat Katalonien von Spanien nun auch politisch: Er kandidiert bei den Regionalwahlen auf der Liste der Separatisten. Es ist allerdings eher eine symbolische Geste.

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Der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, tritt für eine Abspaltung seiner Heimatregion Katalonien von Spanien ein. Wie der staatliche spanische Rundfunk (RNE) und die Zeitung El País am Montag berichteten, wird der Coach des deutschen Fußballmeisters bei den Regionalwahlen am 27. September in Katalonien auf der Kandidatenliste eines separatistischen Parteienbündnisses stehen.

Guardiola hat nach diesen Informationen nicht die Absicht, Abgeordneter im Parlament in Barcelona zu werden. Er wolle aber das Vorhaben des katalanischen Regierungschefs Artur Mas zur Gründung eines unabhängigen Staates symbolisch unterstützen, hieß es. Daher werde er auf dem letzten Platz der Kandidatenliste rangieren.

Die separatistischen Parteien CDC (Demokratische Konvergenz) und ERC (Linksrepublikaner) wollen bei der Wahl mit einer gemeinsamen Liste antreten. Sie wollen den Urnengang zu einer Art von Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens machen. Der CDC-Europaparlamentarier Ramon Tremosa (CDC) bestätigte die Kandidatur Guardiolas auf Twitter.

Spaniens Zentralregierung hat bereits mehrfach erklärt, dass Madrid eine Abspaltung Kataloniens nicht zulassen werde, weil dies einen Verstoß gegen die Verfassung bedeutete. Im Herbst hatte das Verfassungsgericht in Madrid ein bindendes Referendum verboten. Die Katalanen hatten darauf hin eine Testabstimmung abgehalten – mit einem eindeutigen Ergebnis: 80 Prozent der Katalanen sind für die Abspaltung von Spanien.

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