Griechische Unternehmen verlassen das Land wegen Chaos-Politik

Die griechischen Unternehmen schalten auf Exit: Sie flüchten ins Ausland, weil man in Griechenland wegen dem von den Euro-Rettern oktroyierten Crash-Kurs nicht mehr vernünftig arbeiten kann.

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Griechische Unternehmen wandern aufgrund der derzeitigen Krise ins Ausland ab. Nach einer Unternehmens-Umfrage der Nichtregierungs-Organisation Endeavour Greece zwischen dem 13. Und 17. Juli sollen 58 Prozent der befragten 300 griechischen Unternehmen berichtet haben, dass die Kapitalverkehrskontrollen „eine erhebliche Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit“ hätten.

Viele dieser Unternehmen können keine Rohstoffe mehr importieren und haben keinen Zugang zu ausländischen Dienstleistungen (…) Deshalb planen 23 Prozent der Unternehmen aus Gründen des Cash-Flows, der Stabilität und der Sicherheit, ihre Hauptsitze ins Ausland zu verlegen“, meldet Endeavour Greece in einer Mitteilung. Die geplante Verlagerung der Hauptsitze ist sehr wahrscheinlich, weil 70 Prozent der befragten Unternehmen der Ansicht sind, dass die Kapitalverkehrskontrollen für mindestens weitere vier Monate aufrechterhalten werden sollen.

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen – 69 Prozent – verzeichneten einen „deutlichen Rückgang beim Umsatz“. Elf Prozent der Unternehmen mussten aufgrund von Rohstoffknappheit ihre Produktion verringern oder komplett aussetzen. Fast die Hälfte der Unternehmen – 45 Prozent – berichtet, dass sie gezwungen seien, Zahlungen an Lieferanten zu verschieben.

Etwa 60.000 griechischen Firmen könnten schon bald ihr Geschäft nach Bulgarien verlagern, berichtet der EU Observer. Zu allen Einschränkungen kommt erschwerend hinzu, dass die Körperschaftssteuer in Griechenland auf 29 Prozent angehoben werden soll.

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