Raiffeisen stoppt Verkauf von polnischer Tochter

Aufgrund mangelnden Interesses beim vorgesehenen Käufer und Schwierigkeiten mit dem Fremdwährungs-Portfolio hat Raiffeisen sich gegen den Verkauf seiner Tochter entschieden. Als vorstellbare Alternative wurde nun ein Börsengang genannt.

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Die Raiffeisen Bank International hat Insidern zufolge den Verkauf ihrer polnischen Tochter Polbank an einen neuen Investor auf Eis gelegt. Grund dafür seien die Schweizer-Franken-Kredite, die die Polbank vergeben hatte. Sie machten den Verkauf komplex, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Verhandlungen sind gestoppt. Raiffeisen hat kein großes Interesse gesehen und sieht große Probleme mit dem Fremdwährungskredit-Portfolio. Die einzige Option, die nun auf dem Tisch liegt, ist ein möglicher Börsengang im kommenden Jahr“, sagte einer der Insider.

Der geplante Verkauf ist Teil eines groß angelegten Schrumpfkurses bei der Osteuropabank mit dem Ziel, die vergleichsweise dünne Kapitaldecke zu stärken. Eine Raiffeisen-Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern und kündigte die Bekanntgabe von neuen Informationen bei der Präsentation der Halbjahreszahlen am 19. August an.

Zuletzt hatte das Institut erklärt, mit einer Transaktion sei frühestens 2016 zu rechnen. Interessenten hätten bereits einen Blick in die Bücher geworfen – das Fremdwährungskredit-Portfolio und die Finanzierung würden jedoch erst später diskutiert.

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