Politik

Türkische Kampfjets dringen in syrischen Luftraum ein

Lesezeit: 1 min
25.07.2015 00:38
Der Krieg an der türkisch-syrischen Grenze weitet sich aus: Am Freitagabend sind türkische Kampfjets in den syrischen Luftraum eingedrungen, um Stellungen des IS zu bombardieren. Die Türkei spricht vor den UN von Selbstverteidigung.
Türkische Kampfjets dringen in syrischen Luftraum ein
Ein Video der Nachrichtenagentur Anadolu zeigt die türkischen Luftschläge gegen den IS in Syrien. (Screenshot)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind türkische Kampfflugzeuge Medienberichten zufolge am Freitagabend in den syrischen Luftraum eingedrungen. Ein türkischer Regierungsvertreter wollte zu den Berichten der Sender NTV und CNN Turk zunächst keine Stellungnahme abgeben. Bereits am Morgen hatten türkische Jets IS-Stellungen in Syrien angegriffen. Nach Angaben der Regierung in Ankara wurde dabei die Grenze zum Nachbarland allerdings nicht verletzt. Die neue Politik der Türkei gegenüber IS folgt auf ein der Miliz zugeschriebenes Attentat in der grenznahen Stadt Suruc am Montag, dem 32 Menschen zum Opfer fielen.

Die Türkei hat ihre Angriffe auf Stellungen der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vor den Vereinten Nationen mit dem Recht auf Selbstverteidigung begründet. Die Regierung in Damaskus sei "offenbar weder fähig noch willens" die von ihrem Staatsgebiet ausgehende Bedrohung für die Türkei zu unterbinden, hieß es am Freitag in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat und Generalsekretär Ban Ki Moon, in das die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt. Konkret beruft sich die Regierung in Ankara auf Artikel 51 der UN-Charta.

Die Nachrichtenagentur Anadolu hat Satellitenbilder von der Luftoperation der türkischen Luftwaffe gegen die Terror-Organisation IS veröffentlicht. „Die Ziele wurden mit einer hundertprozentigen Treffsicherheit getroffen“, zitiert Anadolu den türkischen Premier Ahmet Davutoğlu.

Bei den Angriffen gegen IS-Stellungen kam das infrarotgesteuerte Navigations- und Zielsystem für Tiefflugeinsätze bei Nacht LANTIRIN zum Einsatz. Die Luftangriffe laufen derzeit unvermindert weiter, meldet sondakika.com. Nach Informationen von USA Today wurden bei den Luftangriffen über 35 IS-Mitglieder


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Immobilien
Immobilien Wie viel Immobilie kann ich mir 2024 leisten?
18.04.2024

Wie günstig ist die aktuelle Marktsituation für den Erwerb einer Immobilie? Auf welche Haupt-Faktoren sollten Kaufinteressenten momentan...

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel auf Capri: Militärische Signale für Ukraine und Nahost
18.04.2024

Inmitten eskalierender Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten kommen die G7-Außenminister auf Capri zusammen, um gemeinsam Strategien...

DWN
Politik
Politik Russische Agenten in Bayern festgenommen: Sabotagepläne aufgedeckt
18.04.2024

Zwei Russland-Deutsche sollen für einen russischen Geheimdienst spioniert haben. Einer der beiden soll sich auch zur Durchführung von...

DWN
Politik
Politik Kampf am Himmel: Ukrainische Verteidiger unter Druck
18.04.2024

Die militärische Lage der Ukraine verschlechtert sich weiter. Es fehlen Mittel, Soldaten und Luftabwehrsysteme, um sich gegen neue...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Halving: Die nächste Evolutionsstufe im digitalen Geldsystem
18.04.2024

Am 20. April 2024 ist es wieder soweit: Das nächste Halving steht vor der Tür. Doch um was geht es bei diesem Event, auf das die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wirtschaftsstandort Deutschland: 7 Maßnahmen, die den Wohlstand sichern
18.04.2024

Kein Wirtschaftswachstum, Fachkräftemangel, Bürokratie und hohe Energiekosten: Die deutsche Wirtschaft hat viele Baustellen. Im aktuellen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch verhandelt über Stellenabbau: Fokus auf Alternativen und Standortsicherung
18.04.2024

Bosch will massiv Stellen streichen, um im internationalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Dagegen gingen zuletzt Tausende...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen privater Haushalte hat einen neuen Höchststand erreicht
18.04.2024

Die gestiegenen Kurse an den Aktienmärkten und die erhöhten Sparzinsen haben zusammen dazu geführt, dass das Geldvermögen der deutschen...