Umbau der Lkw-Produktion drückt MAN in die Verlustzone

Die Restrukturierung der Lkw-Produktion trifft MAN härter als erwartet. Auch anhaltende Schwierigkeiten in Brasilien führten zu weiteren Verlusten, die sich nun deutlich auf die Prognose für das operative Ergebnis und die Wettbewerbsfähigkeit der VW-Tochter auswirken.

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Der teure Umbau der Lkw-Produktion in Europa und Dauerprobleme in Brasilien haben MAN überraschend in die roten Zahlen gerissen. Im zweiten Quartal fiel ein operativer Verlust von 19 Millionen Euro an, nach einem Betriebsgewinn von 154 Millionen vor Jahresfrist, wie die Münchner VW -Tochter am Dienstag berichtete. Analysten hatten im Schnitt mit einem operativen Ergebnis von 19,8 Millionen Euro gerechnet. Die gerade erst begonnene Restrukturierung der Sparte Truck & Bus kostete allein im zweiten Quartal 170 Millionen Euro. Hinzu kam ein weiterer Verlust in Lateinamerika. Das bessere Geschäft mit Großmotoren und -maschinen konnte dies nicht ausgleichen. Unterm Strich türmte MAN einen Verlust von 35 Millionen Euro auf, im Jahr zuvor stand noch ein Nettogewinn von 63 Millionen Euro.

Für 2015 kürzte der Konzern die Prognose: Die operative Rendite werde sich „mehr als halbieren“; 2014 lag sie bei 2,7 Prozent und damit weit unter den Werten der Konkurrenz. Das operative Ergebnis werde durch die Restrukturierung „stark belastet“. Der Umsatz soll „leicht unter Vorjahresniveau“ liegen.

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